«28 Jahre für die Gemeinde sind genug»

Der Eschliker Gemeinderat Ernst Meili gab jüngst bekannt, dass er nach der aktuellen Legislatur, die am 31. Mai 2015 endet, sein Amt niederlegen wird. Ihm gleichtun wird es Gemeindeammann Robert Meyer.

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Ernst Meili Gemeinderat Eschlikon (Bild: pd)

Ernst Meili Gemeinderat Eschlikon (Bild: pd)

Der Eschliker Gemeinderat Ernst Meili gab jüngst bekannt, dass er nach der aktuellen Legislatur, die am 31. Mai 2015 endet, sein Amt niederlegen wird. Ihm gleichtun wird es Gemeindeammann Robert Meyer. Er wird im September nächsten Jahres 65 und tritt deshalb ebenfalls nicht mehr zu den Gesamterneuerungswahlen an. Für seine Nachfolge kandidieren bereits die amtierenden Eschliker Gemeinderäte Peter Meier und Adrian Stutz. Der parteilose Ernst Meili sitzt zwar erst seit März 2012 in der Behörde und leitet dort das Ressort Hochbau. Seit 28 Jahren ist er aber in verschiedenen Kommissionen und Behörden in den Gemeinden Horben und Eschlikon engagiert. Vor rund drei Jahren hat der heute 65-Jährige schliesslich sein Arbeitspensum bei der Thurgauer Kantonalbank, wo er die Immobilienabteilung geleitet hatte, auf ein Teilzeitpensum reduziert. Seit kurzem ist Ernst Meili pensioniert und will kürzertreten.

Wie schwer fiel Ihnen der Entscheid, 2015 nicht mehr für den Gemeinderat anzutreten?

Ich habe Pro und Kontra abgewogen, bevor ich zu diesem Entschluss kam. Aber mittlerweile bin ich seit 28 Jahren in verschiedensten Kommissionen tätig. Ich denke, dass ich meinen Teil für die Gemeinde geleistet habe. Künftig möchte ich die Schwerpunkte in meinem Leben anders setzen.

Im Gemeinderat oder in meinem Ressort gibt es jede Woche mindestens eine Sitzung. Dazu kommen noch Besprechungen und Abklärungen. Das Rentnerleben ist dadurch eingeschränkt.

Welches waren die Höhepunkte in dieser langen Zeit?

In letzter Zeit gehört dazu sicherlich die Fertigstellung des Eschliker Kreisels. Als Leiter der Baukommission habe ich bei der Erarbeitung verschiedenster wichtiger Gestaltungspläne mitgewirkt – beispielsweise beim Lindenacker oder beim Gautschi-Areal. Die Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung war stets gut, und das aktive Lösen von Problemen war sehr interessant und hat mir Spass bereitet.

Was werden Sie mit Ihrer Freizeit anstellen?

Generell möchte ich spontaner für ein paar Tage in die Ferien verreisen können. Durch den Rücktritt aus dem Gemeinderat wird mir dies künftig auch möglich sein. Ich werde vermehrt als rollender Rentner unterwegs sein und mit dem Fahrrad beispielsweise der Donau oder der Elbe entlangfahren. Ich werde aber auch wieder mehr Zeit haben, Bücher und Tageszeitungen zu lesen und Sport zu betreiben. Und schliesslich ist auch meine Frau froh, wenn ich sie vermehrt in ihrem Garten unterstützen kann. (ste)

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