2,5 Millionen Liter ausgetreten

Am Sonntagnachmittag gab es einen Rohrbruch an der Reutenenstrasse. Die schadhafte Leitung von 1957 hätte nächstes Jahr ersetzt werden sollen.

Mathias Frei
Drucken
Teilen
Am frühen Sonntagabend war das kaputte Rohr freigelegt. (Bild: Mathias Frei)

Am frühen Sonntagabend war das kaputte Rohr freigelegt. (Bild: Mathias Frei)

FRAUENFELD. Am Sonntagnachmittag überfluteten 2,5 Millionen Liter Wasser die St. Gallerstrasse. Grund war ein Wasserrohrbruch in der Reutenenstrasse auf der Höhe des Festhallen-Parkplatzes. Ulrich Berger, Leiter des Wasserwerks bei den Frauenfelder Werkbetrieben, führt den Schadensfall auf altes und deshalb leckanfälliges Leitungsmaterial zurück. Etwa um 14.30 Uhr sei das Rohr mit einem Durchmesser von 250 Millimetern geborsten. Relativ schnell sei viel Wasser ausgetreten.

Laut Berger stammt der betroffene Leitungsabschnitt von 1957. Und genau dieser Abschnitt hätte gemäss Finanzplan der Werkbetriebe im kommenden Jahr ersetzt werden sollen. Durch den Rohrbruch wurde auch die Strasse in Mitleidenschaft gezogen. Berger rechnet, dass die Reutenenstrasse im besagten Abschnitt rund eine Woche gesperrt bleiben wird. Die Wasserzufuhr wurde um 15.30 Uhr abgedreht. Liegenschaften am Schwalben- und Finkenweg mussten bis Sonntagabend ohne fliessend Wasser auskommen.

Es ist dies der dritte grosse Rohrbruch dieses Jahr in Frauenfeld. Im März war ein Wasserrohr in der Ringstrasse geborsten, Anfang August kam es zu einem Schadensfall in der Thundorferstrasse. Insgesamt gab es heuer bisher 16 Schäden. Das Frauenfelder Wasserleitungsnetz umfasst rund 160 Kilometer Versorgungs- und rund 80 Kilometer Anschlussleitungen. Bei einem Netz dieser Grösse müsse man jährlich mit bis zu 30 Defekten rechnen, erklärt Ulrich Berger.