2016 wird ein Knie-Jahr im Thurgau

Diesmal passt der Thurgau nicht in den Tournéeplan von Circus Knie. Als Entschädigung spielt der Schweizer National-Circus dafür nächstes Jahr drei statt zwei Tage in Kreuzlingen. Auch in Frauenfeld wird es wieder Vorstellungen geben.

Ida Sandl
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Circus Knie: Franco Knie mit Gattin Linna und Elefanten. (Archivbild: Ralph Ribi)

Circus Knie: Franco Knie mit Gattin Linna und Elefanten. (Archivbild: Ralph Ribi)

KREUZLINGEN. «Wir lassen den Thurgau nicht links liegen», betont Peter Küchler, Mediensprecher von Circus Knie. Im Gegenteil, der Schweizer National-Circus habe ein treues Stammpublikum im Kanton, das man nicht enttäuschen wolle. Weil Ostern dieses Jahr so früh sei und Knie an Ostern stets in Winterthur gastiert, hätte ein Halt in Kreuzlingen nicht in den Tournéeplan gepasst. Das heisst: Dieses Jahr wird es keine Knie-Vorstellungen im Thurgau geben.

Der Circus will den Ausfall aber im 2016 kompensieren: «Wir werden nächstes Jahr sogar drei statt normalerweise zwei Tage in Kreuzlingen spielen», sagt Küchler. Und es gibt noch eine Überraschung: «Wir kommen zwei Tage nach Frauenfeld.» In der Kantonshauptstadt sind ab 2016 mindestens im Zweijahresturnus wieder Gastspiele geplant.

Komplizierte Planung

Weil zu wenig Besucher kamen, hat Knie letztes Jahr nicht in Frauenfeld gespielt, und auch dieses Jahr wird es keine Vorstellung in der Kantonshauptstadt geben. Küchler betont: «Wir haben immer gesagt, dass es sich um eine Pause handelt und wir die Situation erneut beurteilen.»

Eine Tournéeplanung sei eine aufwendige und komplizierte Angelegenheit. Die Tournée des Circus Knie ist auf acht Monate fixiert. Eine Verlängerung sei fast nicht möglich. «So lange laufen die Verträge mit den Artisten und den Mitarbeitern», sagt Küchler.

Ein Tag ist zu aufwendig

Der Circus Knie startet die Saison immer an seinem Winterstandort in Rapperswil. Ein nächster Stop ist jeweils Ende März/Anfang April in Kreuzlingen. Diesmal steht aber Winterthur an zweiter Stelle, da Ostern bereits auf Anfang April fällt, und Ostern ist traditionell für Winterthur reserviert. Dann geht es weiter ins zürcherische Wetzikon. Bei der Tournéeplanung würden auch die Wochentage und die Nachmittagsvorstellungen eine Rolle spielen.

«Wir hätten in Kreuzlingen nur einen Tag bleiben können», sagt Küchler. So ein kurzer Halt für einen riesigen Tross wie den Circus Knie sprenge den Rahmen.

Die Pause soll für den Gastspielort Kreuzlingen keinesfalls den Anfang vom Ende einläuten, stellt Küchler klar. «Die Besucherzahlen stimmen in Kreuzlingen.» Es kämen auch viele Zuschauer aus dem süddeutschen Raum zu den Vorstellungen.