2015 wenig verunreinigter Honig

Hundert Kilogramm Thurgauer Honig musste im Jahr 2015 aufgrund von Verunreinigung durch Streptomycin vernichtet werden, ist einem Bericht des kantonalen Laboratoriums Thurgau zu entnehmen.

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Hundert Kilogramm Thurgauer Honig musste im Jahr 2015 aufgrund von Verunreinigung durch Streptomycin vernichtet werden, ist einem Bericht des kantonalen Laboratoriums Thurgau zu entnehmen.

Damit fällt das vergangene Jahr trotz eines Streptomycin-Einsatzes wesentlich besser aus als die Jahre 2011 und 2012, als letztmals das Antibiotikum im Kampf gegen Feuerbrand eingesetzt wurde. Damals mussten 8,7 beziehungsweise 4,3 Tonnen verunreinigter Honig vernichtet werden. Die Gründe für die Verbesserung sind vielschichtig. Dazu beigetragen hat sicherlich, dass es 2015 erst gegen Ende der Blütenzeit einen Infektionstag gab, als der grösste Teil des Honigs bereits von den Bienen gesammelt worden war. Weil Spuren des Antibiotikums in den Honig gelangen, hegen vor allem Imker die Hoffnung, dass bald auf den Einsatz von Streptomycin verzichtet wird. Kritiker dieses Pflanzenschutzmittels befürchten ausserdem, dass durch das umstrittene Mittel eine Antibiotikaresistenz entsteht. (sme.)