2012 im Sinne von Alfred Huggenberger

Die Alfred-Huggenberger-Gesellschaft konnte auf ein erfolgreiches vergangenes Jahr zurückblicken. Allerdings nicht mehr im Greuterhof.

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GACHNANG. Zum erstenmal seit der Vereinsgründung 2000 fand die Jahresversammlung der Alfred-Huggenberger-Gesellschaft (AHG) nicht mehr in der Huggenberger-Stube des Greuterhofs statt. Denn im Zuge der Neuausrichtung des Greuterhofs wird diese aufgehoben.

«Wir haben daran keine Freude», sagte AHG-Präsident Hans Wenzinger, «aber selbstverständlich verstehen wir, dass der Greuterhof auf ein stabiles Fundament gestellt werden muss.» Immerhin zeichnet sich eine neue Lösung ab, die AHG steht im Kontakt mit der Kantonsbibliothek. Immerhin waren die Mitglieder der AHG dem von ihnen verehrten Dichter nun noch näher: Denn die Jahresversammlung fand im evangelischen Kirchgemeindehaus in Gachnang statt, nur wenige Meter von Huggenbergers Grab entfernt. Zudem stand an dieser Stelle einmal die alte Schule, in welcher auch Huggenberger die Schulbank drückte.

Erfolgreiches 2012

Das vergangene Jahr war für die AHG in verschiedener Hinsicht ein Erfolg. «Wir haben gut gewirtschaftet», kommentierte Kassier Ralph Hirs den trotz geringerer Einnahmen erzielten Gewinn von gut 600 Franken. Auch für das laufende Jahr rechnet er mit einem Gewinn in ähnlicher Höhe.

Ebenfalls erfreulich aus Sicht der AHG war die im Juni erfolgte Vorstellung der Huggenberger-Biographie von Rea Brändle und Mario König. In diesem Zusammenhang lobte Wenzinger den Regierungsrat, welche die Biographie mit einem substanziellen Beitrag unterstützt hatte. «Die Zusammenarbeit mit der Thurgauer Regierung ist auf allen Stufen sehr gut», betonte Wenzinger, «und mit der Biographie haben sie uns einen schönen Gefallen getan.»

Wechsel im Vorstand

Vor allem aber war die Jahresversammlung von Rücktritten geprägt. Präsident Hans Wenzinger trat aus dem Vorstand zurück, ebenfalls der heute Montag 90 Jahre alt werdende Hans Menzi sowie Werner Achermann. Sie wurden mit einem Huggenberger-Gedicht verabschiedet. Neue Präsidentin wird Maja Böckli aus Gerlikon, zudem konnten Stephan te Heesen und Pirmin Meier neu für den Vorstand gewonnen werden. Te Heesen, der in Kefikon eine IT-Firma betreibt, stiess auf Huggenberger, weil die AHG Probleme mit ihrer Website hatte. Schriftsteller Pirmin Meier hingegen möchte sich dafür einsetzen, dass «Huggenberger gesamtheitlich betrachtet wird». (ssc)

Die Huggenberger-Biographie: Huggenberger – Die Karriere eines Schriftstellers. Rea Brändle und Mario König. Historischer Verein des Kantons Thurgau. Frauenfeld, 2012. ISBN: 978-3-9522896-8-6

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