2000 Gäste machen Steckborn bayrisch

STECKBORN. Am Steckborner Oktoberfest sind Dirndl und Lederhosen Trumpf. Fast die Hälfte der 2000 Besucher tragen die bayrische Volkstracht. Die Frauen und Männer tanzen, schunkeln und trinken: Mitglieder des Ermatinger Panikorchesters schenken 3000 Liter Bier aus.

Margrith Pfister-Kübler
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Dirndl und Bier: Die Steckbornerinnen Valerie und Lara Sahli, Nathalie Capt und Desirée Stutz geniessen das Oktoberfest. (Bilder: Margrith Pfister-Kübler)

Dirndl und Bier: Die Steckbornerinnen Valerie und Lara Sahli, Nathalie Capt und Desirée Stutz geniessen das Oktoberfest. (Bilder: Margrith Pfister-Kübler)

«Jo mei, des isch jo wunderbar», seufzt glücklich ein junger Mann im Karohemd und Lederhosen, und umschlingt mit seinem behaarten Arm seine schöne Begleiterin, gekleidet in ein fesches Dirndl. Wüsste man es nicht besser an diesen drei Tagen Steckborner Oktoberfest – Donnerstag bis Samstag – , man könnte meinen, statt auf dem Seeschulhausplatz echt in Bayern zu sein.

Ein authentisch dekoriertes Zelt, blau-weiss, auf der Bühne blinken Lichterketten und die Bands musizieren, was das Zeug hält. Immer wieder: ein Prosit der Gemütlichkeit. Unübertreffliche Artenvielfalt an Stimmungsbomben bringen die Seerugge Feger aus Hörhausen, aber auch die anderen Bands versetzen die Besucher in Oktoberfest-Glückstaumel.

Spagat zwischen Alltag und Fest

Geschätzte 40 Prozent tragen Lederhosen und Dirndl. Der Spagat zwischen bravem Alltag und volkstümlicher Oktoberfeststimmung provoziert Stilwechsel. Nussbaumens Winzer Fredi Saxer schunkelt, klatscht vergnügt im Takt und lobt, dass es nicht viele Orte gibt wie Steckborn, wo so viele lässige junge Leute mit allen Generationen feiern. «Mir gefallen solche Jobs», erklärt Lederhosenträgerin Sereina Kreis aus Ermatingen, die zusammen mit anderen Mitgliedern des Ermatinger Panikorchesters Bier ausschenkt. «Die Gäste trinken aber auch Wein», animiert Remo Stähli. Die Wahl der schönsten Dirndl-Trägerinnen ist ein weiterer Höhepunkt. Die Schönsten sind: Valérie Sahli, Steckborn, Tabea Michel, Eschenz, und Susi Diethelm, Romanshorn.

Gestern wurde aufgeräumt

Total kommen an den drei Tagen rund 2000 Gäste, ziehen die Veranstalter Michael Städler und Andreas Schäfli gestern während des Aufräumens Bilanz. «Bis Sonntagabend 18 Uhr muss auf dem Seeschulhausplatz alles wieder aufgeräumt sein», sagt Städler. 3000 Liter Bier wurden neben anderen Getränken zu Haxen, Brezeln, Weisswürsten, Rettich, Semmeln, Braten und Fleischkäse getrunken.

Die Stimmung in Steckborn ist hervorragend.

Die Stimmung in Steckborn ist hervorragend.

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