200 Kilo Abfall vermeiden

Flicken statt in den Abfall kippen. Beim zweiten Repair Café sind am Samstag total 61 Objekte repariert worden.

Christof Lampart
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Schrauben, schleifen, löten – die Experten flicken Defektes wieder zu Ganzem zusammen. (Bild: Christof Lampart)

Schrauben, schleifen, löten – die Experten flicken Defektes wieder zu Ganzem zusammen. (Bild: Christof Lampart)

Im letzten April feierte das Frauenfelder Repair Café im Quartiertreff Talbach seine Premiere. Am Samstag stand die Zweitauflage an – und sie war noch erfolgreicher als die erste. «Uns wurden 92 Dinge zum Reparieren gebracht, 61 davon konnten wir flicken», zog Initiator Otto Wieland zufrieden Bilanz.

Insbesondere der nationale Vergleich – der Repair-Café-Tag fand erstmals landesweit statt – freute Wieland, denn Frauenfeld schnitt dabei hervorragend ab. «Mit einer Reparaturquote von zwei Dritteln liegen wir deutlich über den 50 Prozent landesweit». Gemäss der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) sind schweizweit etwa 2,7 Tonnen Abfall verhindert worden.

Beim Warten den Experten über die Schulter schauen

In Frauenfeld war der Ansturm in der ersten halben Stunde nach Türöffnung um 9 Uhr besonders gross. «Da wurden wir regelrecht mit Waren zugedeckt, gegen Mittag wurde es dann etwas weniger», sagte Wieland. Doch die Leute hatten in der Regel Geduld. Wer warten musste, konnte es sich entweder im Café gemütlich machen oder den Experten beim Reparieren über die Schulter schauen. «Wir sind mit der Durchführung sehr zufrieden. Da wir uns nach dem zweiten Mal nun praktisch sicher sind, dass das Repair Café einem Bedürfnis in der Bevölkerung entspricht, werden wir es 2017 wohl wieder durchführen», sagte Otto Wieland.