20 Jahre Familienentlastung

amriswil. Der Entlastungsdienst für Familien mit behinderten Angehörigen im Kanton Thurgau hat sein 20-Jahr-Jubiläum gefeiert und gleichzeitig Hansjörg Fasnacht als Nachfolger von Präsidentin Barbara Müller vorgestellt.

Alois Degenhardt
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Wechsel im Präsidium: Barbara Müller (rechts) übergibt an Hansjörg Fasnacht. Links Helene Häuptle und Geschäftsführerin Theres Suter-Horat. (Bild: Degenhardt)

Wechsel im Präsidium: Barbara Müller (rechts) übergibt an Hansjörg Fasnacht. Links Helene Häuptle und Geschäftsführerin Theres Suter-Horat. (Bild: Degenhardt)

Die Geschicke des Familienentlastungsdienstes (FED) bewegen sich im 10-Jahres-Rhythmus: Gründungspräsidentin Dorothe Glauser übergab nach dieser Frist ihr Amt an Barbara Müller-Moser aus Schweizersholz. Diese wiederum hat - ebenfalls nach zehn Jahren – im Tägerwiler Hansjörg Fasnacht einen motivierten Nachfolger gefunden. Die Jubiläumsfeier wurde von den Friedheimer-Spatzen umrahmt, die, selbst behindert, mit ihrer originellen Musik das Publikum begeisterten.

Um Bedeutung gewusst

Nicht ohne Emotionen verabschiedete sich Barbara Müller von einem Amt, das ihr, wie sie in ihrem letzten Jahresbericht festhielt, neben zeitweise starken Belastungen viel Befriedigung bereitet habe. «Als betroffene Mutter habe ich vor zehn Jahren nicht lange gezögert, das Präsidium von Dorothe Glauser zu übernehmen, weil ich um die Bedeutung des Entlastungsdienstes für die betroffenen Familien wusste; allerdings hatte ich damals nicht die Absicht, 10 Jahre im Amt auszuhalten», räumte Barbara Müller in ihren Abschiedsworten ein.

Erwachsen geworden

Der Dank für ihren Einsatz sei der reibungslose, inzwischen professionalisierte Ablauf im Entlastungsdienst, der gegen 300 Einzel- und Kollektivmitglieder zähle, hielten Vorgängerin Dorothe Glauser, Vorstandsmitglied Helene Häuptle und Geschäftsführerin Theres Suter-Horat in ihren Abschiedsworten übereinstimmend fest. Dank grossherziger Spenden könne auch der Jahresbeitrag in bescheidener Höhe gehalten werden. Erwähnt wurde in diesem Zusammenhang eine unbekannte Wohltäterin, die 2007 dem Entlastungsdienst 50 000 Franken zukommen liess.

Motivierter Nachfolger

Mit Hansjörg Fasnacht als Nachfolger habe sie einen «Volltreffer» gelandet, zeigte sich die scheidende Präsidentin erleichtert. Freiwilligenarbeit sei nicht nur Sache der Frauen, sondern eine Aufgabe für alle, sagte Geschäftsführerin Theres Suter. Mit der Wahl von Hansjörg Fasnacht habe man einen Nachfolger gefunden, dem soziales Engagement nicht fremd sei und der als Fachmann die Organisationsaufgaben beherrsche.

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