20-Jahr-Jubiläum von Curaviva Thurgau gefeiert

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Festakt Curaviva, der Verband der Alters- und Pflegeheime, feierte sein 20-Jahr-Jubiläum und liess somit seine «Jugendjahre» hinter sich. Doch die stürmischen Zeiten scheinen erst bevorzustehen, denn Altersfragen werden immer relevanter.

Beim Festakt am Dienstag lobte Regierungsrat Jakob Stark den Verband, welchem gegenwärtig 50 Heime und Institutionen angehören, die sich mit den Pflege- und Betreuungsangeboten für Menschen im Alter beschäftigen. Der Chef des Departements für Finanzen und Soziales bezeichnete Curaviva als «zuverlässigen und geschätzten Ansprechpartner» für den Kanton. Die Arbeit, welche der Verband zu Gunsten betagter und pflegebedürftiger Menschen leis­te, könne nicht hoch genug geschätzt werden. «Sie leisten hier eine schöne und befriedigende, zugleich aber auch heraus­fordernde und anspruchsvolle Arbeit», so Stark.

Auch der Präsident von Curaviva Thurgau, Dominique Nobel, bekannte rückblickend, dass sich in der Verbandsarbeit in den letzten beiden Jahrzehnten vieles getan habe: «Waren wir anfänglich noch eher eine Art Selbsthilfegruppe, so hat sich Curaviva in der Zwischenzeit zu einem professionellen Berufsverband entwickelt, auf den wir sicherlich zu Recht sehr stolz sein dürfen.» Das Thema Alter sei eines, das immer wichtiger werde, da es gesellschaftlich an Relevanz gewinne. «Nach den neuesten Bevölkerungsszenarien», so Regierungsrat Stark, «wird die Zahl jener, die 65 oder älter sind, im Thurgau bis ins Jahr 2035 um 40000 Personen ansteigen.» Die ständig steigende Lebenserwartung und die damit einhergehende grössere Pflegebedürftigkeit vieler sei sowohl menschlich als auch finanziell für die Gesellschaft eine grosse Herausforderung. Eine Aufgabe, der eine rasch alternde Gesellschaft nur gewachsen sei, wenn sie unpopuläre, aber griffige Massnahmen treffe. Stark machte deutlich, an welchen Stellschrauben aus seiner Sicht bei der Altersvorsorge gedreht werden müsse: «Wir kommen um eine Erhöhung des Pensionsalters nicht herum.» (art)