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1002 Einwohner und eine Handyantenne

Politisch Neunforn hält an Traditionen fest. Zum 21. Mal schliesst die Jahresrechnung positiv ab. Zu feiern hatte auch Gemeindepräsident Benjamin Gentsch an der Gemeindeversammlung am Freitag, nämlich sein 30. Amtsjahr.
Mathias Frei
Slampoet Dominik Muheim vor dem Gemeindehaus. (Bilder: Mathias Frei)

Slampoet Dominik Muheim vor dem Gemeindehaus. (Bilder: Mathias Frei)

Mathias Frei

mathias.frei@thurgauerzeitung.ch

«Jetzt sind wir vierstellig», verkündete Gemeindepräsident Benjamin Gentsch. Erstmals habe man die Grenze überschritten. Aktuell sind in der Gemeinde Neunforn 1002 Personen gemeldet. Dafür gab’s von den 95 Stimmberechtigten am Freitagabend vor dem Gemeindehaus spontanen Applaus.

Später wurde noch einige Male geklatscht, zuerst für das 30-Jahr-Amtsjubiläum von Benjamin Gentsch. Er war Ortsvorsteher, dann Gemeindeammann und ist nun Gemeindepräsident. Applaudiert wurde danach auch dem abtretenden Gemeindeschreiber Sven Fehse, der zuerst sechs Jahre im Neunforner Gemeinderat wirkte und danach acht Jahre die Kanzlei führte. Auf ihn folgt Cornel Frischknecht. Und zuletzt wusste auch der aktuelle Schweizer Meister des Poetry Slam, Dominik Muheim aus dem Baselbiet, zu begeistern. Er präsentierte einen Ausschnitt aus seinem Programm «Und plötzlich zmitzt drin».

Mobilfunk-Anbieter Salt darf Standort prüfen

Ruhiger wurde es auf dem Dorfplatz, als Gemeinderat Herbert Büttiker über die Pläne des Mobilfunk-Anbieters Salt informierte. Die Firma suche einen Standort für eine Mobilfunk-Antenne und sei dabei auf einen Standort in Niederneunforn gestossen. Es handle sich um eine Scheune beim Abzweiger der Attikerstrasse von der Schaffhauserstrasse. In Sachen Optik bemerkte Büttiker, dass auf demselben Dach bereits die Sirenenanlage stehe. Der Gemeinderat habe Salt die Zusage zur Vorprüfung gegeben. Falls das Projekt weiterverfolgt werde, erfolge natürlich eine öffentliche Auflage. Über den Stand des Baureglements verlor Gemeinderat Leo Krucker einige Worte. Neunforn hatte sich ja gegen eine Mitarbeit beim Baureglement der Regio Frauenfeld entschieden, musste aber gleichwohl Anpassungen an übergeordnetem Recht vornehmen. Das Reglement sei derzeit beim Kanton in der Vorprüfung. Krucker rechnet damit, die revidierte Version an der nächsten Bechtelis-Gemeindeversammlung zur Abstimmung bringen zu können.

Positiv präsentierten sich die Gemeindefinanzen. Auch die 21. Rechnung seit Gründung der politischen Gemeinde schliesst mit einem Gewinn ab. Bei einem Ertrag von 3,48 Millionen Franken resultierte ein Überschuss von knapp 250000 Franken. Budgetiert gewesen war ein Minus von 50000 Franken. «Das zeigt, dass wir eine gute Ausgabendisziplin im Gemeinderat haben», stellte der Gemeindepräsident fest. Die Steuereinnahmen stiegen um zehn Prozent gegenüber 2015. Noch ein letztes Mal konnte man von einem Beitrag (44000 Franken) aus dem Finanzausgleich profitieren. Rechnung und Gewinnverwendung wurden einstimmig genehmigt.

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