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100 Flüchtlinge in Militäranlage

Ab Juli werden bis zu 100 Asylsuchende in der Militär- und Zivilschutzanlage in Rheineck untergebracht. Verantwortliche von Kanton und Stadt betonen, dass der Aufenthalt auf sechs Monate limitiert ist.
Rudolf Hirtl

RHEINECK. Im November und Dezember ist die Zahl der Asylsuchenden in der Schweiz leicht gesunken. Laut Jürg Eberle hat die geopolitische Lage aber dazu geführt, dass im Mai alleine in Süditalien 20 000 Asylsuchende und Flüchtlinge angekommen sind. Diese Feststellung macht der Leiter des Migrationsamtes des Kantons St. Gallen gestern nachmittag im Rathaus Rheineck, wo er zusammen Urs Weber, Leiter der Asylabteilung, und Stadtpräsident Hans Pfäffli die Gründe für die Unterbringung von 80 bis 100 Asylsuchenden im «Städtli» orientiert.

Stadtrat bietet Hand

Erfahrungsgemäss daure es vier bis fünf Wochen, bis circa zehn Prozent der in Süditalien gestrandeten Menschen in der Schweiz ankämen und vom Bund zugewiesen würden, wobei dem Kantons St. Gallen sechs Prozent zukämen. Diese nach wie vor hohen Migrationszahlen würden den Kanton St. Gallen und seine 77 Gemeinden vor grosse Probleme stellen. «Wir erfahren in der Regel vom Bund um 16 Uhr, wer am anderen Morgen vor der Türe steht», sagt Eberle und verweist darauf, dass bei den Kantonalen Zentren die Belegung momentan 108 Prozent betrage. «Aus diesem Grund sind wir darauf angewiesen, in Gemeinden befristet Unterkünfte zu finden.» Umso mehr freue er sich über das positive Signal des Rheinecker Stadtrates, der auf Anfrage des kantonalen Migrationsamtes in der Militär- und Zivilschutzanlage rasch und unkompliziert Unterkunftsplätze für 80 bis 100 Personen zur Verfügung stelle.

Auf sechs Monate befristet

Eberle betont ebenso wie Stadtpräsident Hans Pfäffli, dass die Unterbringung der Personen – ausnahmslos Männer – in der unterirdischen Anlage längstens bis Ende Dezember dauert. «Wir haben uns im Stadtrat ausführlich mit dem Gesuch befasst und dann einen Mehrheitsentscheid gefällt. Um die Asylströme zu bewältigen, ist es wichtig, gemeinsam an einem Strick zu ziehen und sich gegenseitig zu unterstützen», so Pfäffli. Weil in der «Marienburg» in Thal nach wie vor Flüchtlinge betreut würden und im benachbarten Walzenhausen eine Unterkunft Anfang des kommenden Jahres eröffnet werde, sei nur dieses Zeitfenster von Juli bis Dezember in Frage gekommen. «Eine Verlängerung in Rheineck ist ausgeschlossen», bekräftigt auch Jürg Eberle.

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