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Frauen halten sich bei Esther Friedli zurück

Die Frauenzentrale St. Gallen und das Frauennetz Gossau haben SVP-Regierungsratskandidatin Esther Friedli zu einem Hearing eingeladen – und sie als «wählbar» bezeichnet. Eine Wahlempfehlung tönt jedoch anders. Jacqueline Schneider, Bereichsleiterin Geschäftsstelle Frauenzentrale St.

Die Frauenzentrale St. Gallen und das Frauennetz Gossau haben SVP-Regierungsratskandidatin Esther Friedli zu einem Hearing eingeladen – und sie als «wählbar» bezeichnet. Eine Wahlempfehlung tönt jedoch anders. Jacqueline Schneider, Bereichsleiterin Geschäftsstelle Frauenzentrale St. Gallen, nimmt Stellung.

Empfehlen die beiden Frauenorganisationen Esther Friedli nun zur Wahl oder nicht?

Der Vorstand der beiden Frauenorganisationen hat entschieden, keine Wahlempfehlung für die Regierungswahl vom 24. April abzugeben.

Weshalb nicht?

Wir haben uns bei Wahlen bisher jeweils nur zu Wiederkandidierenden öffentlich geäussert, nicht aber zu Neukandidierenden. An dieser bewährten Praxis werden wir festhalten.

War man sich diesbezüglich in den beiden Vorständen einig?

Es gab schon auch Diskussionen. Aber eher, weil wir von aussen oft angefragt wurden, ob und in welcher Form wir zum zweiten Durchgang der Regierungswahl Stellung nehmen. Über das weitere Vorgehen waren wir uns intern einig.

Wollen sich die Frauenorganisationen damit einfach nur vor der Verantwortung drücken, einen – vielleicht auch unpopulären – Entscheid zu treffen?

Nein, wir sind uns der besonderen Konstellation mit einer Frau und drei Männern bewusst. Wir wollen uns aber weiterhin so verhalten, wie wir es in den vergangenen Jahren getan haben.

Seit Jahren beklagen sich die Frauenorganisationen über zu wenig Frauen in der Politik. Gerade in der St. Galler Regierung sind sie deutlich untervertreten. Jetzt gäbe es die Chance, diese Quote zu erhöhen – und die Frauenvertretungen geben keine Wahlempfehlung ab. Dies dürfte ihnen einiges an Kritik einbringen.

Wir sind uns dessen bewusst. Aber eben, wie gesagt, wir haben uns in den vergangenen Jahren nie zu Neukandidierenden geäussert und werden es auch in Zukunft nicht tun.

Dann hat der Entscheid nichts mit der Person Esther Friedli, ihrer Parteizugehörigkeit oder ihrer Verbindung zur Parteileitung der SVP Schweiz zu tun?

Nein, sicherlich nicht. Wir haben Esther Friedli zu einem Hearing eingeladen, was wir bis anhin noch bei keiner Kandidatin gemacht haben. Wir haben in diesem Gespräch eine offene und besonnene Persönlichkeit kennen gelernt. Sie ist eine Frau mit einem politisch professionellen Qualifikations- und Kompetenzprofil sowie einem soliden Leistungsausweis. Und deshalb ist sie für uns als Regierungsrätin wählbar. (lom)

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