Frau im Schlaf erwürgt – Ehemann kommt vor Gericht

Merken
Drucken
Teilen

Tötungsdelikt Ein 44-jähriger Russe soll im Oktober 2016 in Bronschhofen seine 34-jährige Ehefrau erwürgt haben. Anfang November, gut ein Jahr nach der Tat, steht der Mann vor Kreisgericht Wil. Die Tat geschah am 26. Oktober vergangenen Jahres in einem Flawiler Mehrfamilienhaus. Der Beschuldigte soll seine Ehefrau erwürgt haben, während diese schlief – «mutmasslich aus Eifersucht und Verlustängsten», wie die Staatsanwaltschaft in der Anklageschrift schreibt. Am folgenden Tag machte der Russe eine Nachbarin auf seine Frau aufmerksam.

Die Nachbarin rief den Rettungsdienst, der nur noch den Tod der 34-jährigen Frau feststellen konnte. Der Ehemann wurde verhaftet. Das Opfer war Asylbewerberin. Die Frau hatte sich zusammen mit ihrem Ehemann und ihrer Tochter in der Schweiz aufgehalten.

Die Gewalttat wurde in Zusammenarbeit mit der Kantonspolizei und dem Institut für Rechtsmedizin in St. Gallen untersucht. Gleichzeitig mit der Anklageerhebung beantragte die Staatsanwaltschaft Sicherheitshaft für den Russen. Die Anklage fordert, der Beschuldigten sei wegen Mordes zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren zu verurteilen. Nach der Verbüssung der Strafe soll der Mann 15 Jahre aus der Schweiz ausgewiesen werden. (sda)