Franco Knie trauert um «Sumatra»

Vier Jahrzehnte lang hat Zirkusdirektor Franco Knie mit Elefantenkuh Sumatra zusammengearbeitet. Letztes Wochenende ist das kranke Tier gestorben, wie gestern bekannt wurde.

Aline Bavier
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RAPPERSWIL-JONA. «<Sumatra> war wie eine Partnerin für mich. Es tut entsprechend weh.» Franco Knie muss künftig ohne seine geliebte Dickhäuterin auskommen. Die 53jährige Elefantenkuh ist vergangenes Wochenende an einem akuten Nierenversagen gestorben.

Der Abschied fiel allerdings nicht nur dem Zirkusdirektor schwer: «Die anderen Tiere waren in der Nacht auf Sonntag ständig bei ihr. Wir haben ihnen die nötige Zeit gelassen, um sich von <Sumatra> zu verabschieden. Das ist sehr wichtig für die Tiere. Es war ein sehr emotionaler Abschied. Auch für mich», sagt Knie. Ein Teil des Tiers wurde in die Kadaververbrennung gebracht. Das Skelett wird der Zoo behalten, um den Besuchern zu zeigen, wie Elefanten gebaut sind.

Mit «Siri» (52), «Claudy» (53) und «Patma» (54) leben noch drei weitere sehr alte Asiatische Elefanten im Kinderzoo in Rapperswil. «Elefanten werden gut 50 Jahre alt. Wenn <Patma> und <Siri> leiden würden, würden wir ihnen natürlich helfen», sagt der Elefantendompteur.

Die Geschäftsleitung hat nun entschieden, die erst 29jährige «MaPalaj» nach Rapperswil zurückzunehmen. Die Elefantenkuh ist derzeit mit dem Zirkus Knie in Basel auf Tournée. Das Tier solle in die Elefantengruppe im Kinderzoo integriert werden. «Das Tier befindet sich in einem zuchtfähigen Alter und soll mit den verbleibenden jüngeren Tieren die gesunde Gruppe ergänzen und für weiteren Nachwuchs im Elefantenpark in Rapperswil sorgen», sagt Knie.