FOTOWETTBEWERB: Rheintaler Preisträger darf Titel nicht tragen

Karl Heinz Hagenbucher belegte an der Österreichischen Staatsmeisterschaft für seine Schwarz-Weiss-Fotografie den ersten Platz. Als Schweizer darf er sich jedoch nicht mit dem Titel schmücken.

Susi Miara
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Karl Heinz Hagenbucher knipst mit seiner Kamera jeden Monat bis zu 2000 Fotos. (Bild: Susi Miara)

Karl Heinz Hagenbucher knipst mit seiner Kamera jeden Monat bis zu 2000 Fotos. (Bild: Susi Miara)

Als Karl Heinz Hagenbucher das erste Mal durch den Sucher einer Kamera schaute, war er erst ein paar Jahre alt. Im Alter von zehn Jahren wollte er seine eigene Kamera haben. Seither fotografiert der Diepoldsauer. Als das digitale Zeitalter Einzug hielt, legte er sich seine erste Nikon-Kamera zu. Mit immer besseren technischen Möglichkeiten wuchs der Wunsch, auch die Theorie hinter der Kunst des Fotografierens zu erlernen und Bilder zu machen, die es wert sind, aufgehängt zu werden. Den Umgang mit der Kamera brachte er sich selbst bei. Bis heute hat Hagenbucher nie einen Fotografiekurs besucht.
 

Erfolg an der ersten Meisterschaft

Um seine Erfahrungen mit anderen Amateurfotografen zu teilen, trat er dieses Jahr dem Verein «Erster Fotoclub Lustenau» bei. Gleichzeitig nahm er mit zwölf Bildern an der Österreichischen Staatsmeisterschaft für künstlerische Fotografie teil. Seine zwei Landschafts- und zwei Architekturfotos erreichten in der Gesamtwertung den dritten Platz.

In der Kategorie Schwarz-Weiss reichte es sogar für den ersten Platz. «Nie im Leben hätte ich gedacht, dass ich so weit kommen würde», sagt Karl Heinz Hagenbucher. Obwohl er als Schweizer Bürger den Titel Österreichischer Staatsmeister nicht tragen darf, war der Wettbewerb für ihn eine Bestätigung. Immerhin hatten mehr als 500 Amateurfotografen mit 6200 Bildern bei diesem Wettbewerb mitgemacht. Ende August wird Hagenbucher bei der Vorarlberger Landesmeisterschaft mit seinen Fotos dabei sein. «Eine spezielle Herausforderung wird dort die Kategorie ‹pur› mit unbearbeiteten Bildern sein», sagt er. Hagenbucher fotografiert am liebsten Landschaften, seit Neuestem macht er aber öfter auch Porträtaufnahmen.
 

1000 bis 2000 Fotos pro Monat

Pro Monat schiesst er zwischen 1000 und 2000 Fotos. Ambitionen als Profifotograf hat er keine. Die Fotografie soll weiter nur ein Hobby bleiben. «Natürlich möchte ich mich aber laufend verbessern.» Den speziellen Moment im Bild festzuhalten, sei es eine besondere Mimik beim Menschen oder eine spezielle Landschaftsstimmung, fasziniere ihn immer mehr. «So ein Moment ist einmalig und in wenigen Minuten oder sogar Sekunden vergangen und kehrt nicht wieder zurück», schwärmt Hagenbucher, der bis heute über 50 000 Bilder archiviert und katalogisiert hat.

«Am Alten Rhein»: Dieses Foto erreichte den dritten Platz in der Gesamtwertung. (Bild: K. H. Hagenbucher)

«Am Alten Rhein»: Dieses Foto erreichte den dritten Platz in der Gesamtwertung. (Bild: K. H. Hagenbucher)

«Am Rohrspitz»: Eines der vier eingereichten Bilder, das den ersten Platz in der Kategorie Schwarz-Weiss erreichte. (Bild: K. H. Hagenbucher)

«Am Rohrspitz»: Eines der vier eingereichten Bilder, das den ersten Platz in der Kategorie Schwarz-Weiss erreichte. (Bild: K. H. Hagenbucher)