Folge des intensiveren Wettbewerbs: Migros streicht am Hauptsitz in Gossau 90 Stellen

Die Migros Ostschweiz strafft ihre Organisation am Hauptsitz in Gossau: Es kommt zum Abbau von rund 90 Stellen. Das Filialnetz ist vom Abbau nicht betroffen.

Drucken
Teilen
In der Betriebszentrale der Migros in Gossau kommt es zu einem Stellenabbau. (Bild: Ralph Ribi)

In der Betriebszentrale der Migros in Gossau kommt es zu einem Stellenabbau. (Bild: Ralph Ribi)

(pd/chs) Der intensive Wettbewerb sowie unbefriedigende finanzielle Ergebnisse in den vergangenen Jahren haben die Migros Ostschweiz veranlasst, ihre Strukturen und Prozesse in der Betriebszentrale zu überprüfen. In einer Medienmitteilung lässt sich Geschäftsleiter Peter Diethelm wie folgt zitieren:

«Das Marktumfeld wird sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen. Wir sind heute finanziell gesund und wollen das auch bleiben. Daher müssen wir unsere Kräfte konzentrieren und unsere Effizienz erhöhen.»

Insgesamt werden am Hauptsitz in Gossau rund 90 Stellen abgebaut, betroffen sind alle zentralen Funktionen, wie es weiter heisst. Wo möglich würden wegfallende Stellen durch natürliche Fluktuation und vorzeitige Pensionierungen aufgefangen. Kündigungen liessen sich dennoch nicht vermeiden.

Die Migros Ostschweiz habe gemeinsam mit ihren internen und externen Sozialpartnern, dem Kaufmännischen Verband und dem Metzgereipersonal-Verband, einen Sozialplan erarbeitet, um die Auswirkungen der Kündigungen abzufedern und die betroffenen Mitarbeitenden bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle so gut als möglich zu unterstützen. Geschäftsleiter Peter Diethelm:

«Die Massnahmen sind schmerzhaft, aber notwendig, um langfristig die Arbeitsplätze unserer fast 10'000 Mitarbeitenden zu sichern. Die betroffenen Mitarbeitenden werden wir bestmöglich begleiten und betreuen, damit sie möglichst bald eine neue Tätigkeit finden.»

Die Migros in Gossau stockt auf

Die Migros Ostschweiz erweitert ihre Betriebszentrale im Gossauer Industriegebiet um eine Etage. Auf einer Fläche von rund 4000 Quadratmetern entstehen Büroräume. Die Bauarbeiten sollen schon bald beginnen.
Perrine Woodtli