Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Flugrouten: Ostschweiz wird nicht entlastet

Luftfahrtpolitik Der Flughafen Zürich will seine An- und Abflugrouten entwirren und damit die Sicherheit erhöhen. Das Betriebsreglement 2014 sieht die Entflechtung der Routen im Süd- und Ostkonzept vor. Das Reglement soll nun genehmigt werden – aber nur teilweise, wegen Differenzen mit Deutschland. Der Schritt stösst im Thurgau auf Skepsis. SVP-Nationalrätin Verena Herzog hat in der Fragestunde den Bundesrat damit konfrontiert. Sie wollte unter anderem wissen, warum die neue Abflugroute nach Süden sistiert werde, während über dem Thurgau An- und Abflugrouten verflochten bleiben könnten. Herzogs Verdacht: Die Zürcher Goldküste wird auf Kosten der Ostschweiz geschont. Auch fragte sie, warum eine Teilgenehmigung überhaupt nötig sei, «wenn das wichtigste Ziel der Sicherheitsverbesserung gar nicht erreicht werden kann».

«Einseitige Lärmbelastung bewusst nicht erwähnt»

In der Antwort des Bundesrates heisst es: «Ohne die Zustimmung der deutschen Behörden ist die Entflechtung der An- und Abflugrouten im Ostkonzept nicht möglich, weil diese Routen auch über deutschem Staatsgebiet liegen.» Aber auch mit der Teilgenehmigung lasse sich mehr Sicherheit erreichen. Ein Kreuzungspunkt beim Abflug ab Piste 10 in Richtung Osten falle weg. Zudem könne der Verkehr flüssiger abgewickelt werden, womit man Verspätungen am Abend eher vermeiden könne.

«Das Argument der flüssigeren Verkehrsabwicklung, um Verspätungen entgegenzuwirken, ist plausibel», räumt Verena Herzog ein. Allerdings werde das Sicherheitsanliegen relativiert, indem der Bundesrat es offensichtlich nicht schaffe, auch die deutschen Behörden davon zu überzeugen. Im Übrigen sei die Regierung Auskünfte schuldig geblieben: «Die einseitige Fluglärmbelastung beispielsweise des Hinterthurgaus gegenüber der Goldküste wird in der Beantwortung aussen vor gelassen und bewusst gar nicht erst erwähnt.» Die Genehmigung des Betriebsreglements ist derzeit beim Bund hängig. (av)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.