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Floating Pier statt Uferweg am Bodensee

…schauen wir Bodensee-Anwohner neidisch auf den Iseosee. Der kleine norditalienische See ist dank Christos Floating Piers in aller Munde und kann den Ansturm barfusslaufender Wasser- und Sinneskunst-Touristen kaum verkraften.

…schauen wir Bodensee-Anwohner neidisch auf den Iseosee. Der kleine norditalienische See ist dank Christos Floating Piers in aller Munde und kann den Ansturm barfusslaufender Wasser- und Sinneskunst-Touristen kaum verkraften. Die bereits überfüllten Kunststoffstege des Verpackungskünstlers sind ein grandioser Werbeeffekt für eine touristisch kaum bekannte Region; bis zu einer Million Besucher werden erwartet.

Davon kann man am Bodensee nur träumen, erst recht, seit die Expo und damit alle kühneren Visionen wieder begraben sind. Doch liesse sich Christos Projekt frech und pragmatisch adaptieren: In Rorschacherberg, wo sie seit Jahren um einen Weg am Seeufer im schmalen Villengebiet Neuseeland streiten, wäre ein solcher Kunststoffsteg die Lösung aller Probleme.

Und die Sache müsste nicht mal teuer sein, wie unsere Rechnung zuhanden der eingesetzten Arbeitsgruppe belegt: Christos Floating Piers aus 220 000 Schwimmwürfeln mit 3 Kilometer Länge und 16 Meter Breite kosteten den Künstler 15 Millionen Euro. Demnach käme ein 1 Kilometer langer und 4 Meter breiter Floating Pier vor Neuseeland auf vielleicht zwei Millionen Franken zu stehen. Ein Pappenstiel für die Dagobert Ducks vom Rorschacherberg!

Angesichts des aktuellen Hochwassers, das nur ein Vorbote des klimawandelbedingt viel drastischeren Seeanstiegs ist, bietet sich allerdings auch eine frühere Variante als zukunftsfähige Lösung an: ein Weg oben am Bord der Eisenbahnlinie – mit Blick auf die dannzumal im Wasser liegenden Pfahlbauten der prominenten Uferbewohner. Die dortige Schönheitsklinik könnte aus der Not eine Tugend machen und sich auf Wassermedizin spezialisieren: Kneippen gegen Krampfadern. (mel)

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