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Ursache für Fischsterben im Bach zwischen Wuppenau und Zuzwil gefunden: Schweinegülle war Schuld

Saugülle hat zu einem Massensterben im Bach zwischen Wuppenau und Zuzwil geführt.
Janine Bollhalder
In diesem Bach zwischen Wuppenau und Zuzwil sind die Bachforellen der Schweinegülle erlegen. (Bild: Kantonspolizei Thurgau)

In diesem Bach zwischen Wuppenau und Zuzwil sind die Bachforellen der Schweinegülle erlegen. (Bild: Kantonspolizei Thurgau)

Anfangs Mai hat ein Passant zahlreiche verendete Fische und eine fragwürdige Schaumbildung im Dorfbach Zuzwil vorgefunden. Trotz dreistündiger Verdünnung des Bachwassers durch die Feuerwehr, sind fast 100  Prozent der Bachforellen der Gewässerverschmutzung erlegen, wie St.Galler Fischereiaufseher Christoph Mehr verlauten liess.

«Gemäss Abklärungen der Kantonspolizei Thurgau sowie des Amtes für Umwelt erfolgte die Verunreinigung des Wuppenauerbachs durch Schweinegülle»

Das verkündet Marco Breu, Medienverantwortlicher der Staatsanwaltschaft Thurgau. Diese sei durch ein Loch in der Grubenwand einer Güllengrube unbemerkt in das Dachabwasserrohr geflossen. Von dort ist die Flüssigkeit über die Meteorleitung einer Strasse in den Bach gelangt.

Trotz dem Massensterben kann dem Betreiber der Güllengrube kein strafrechtlich relevantes Verschulden nachgewiesen werden.

«Es gibt keine rechtsgenüglichen Hinweise auf eine nicht ordnungsgemässe Wartung der Grube.»

Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen hat somit das Strafverfahren Ende des vergangenen Monats eingestellt. Der Gesamtschaden dürfe gemäss Breu über 10'000 Franken liegen.

Warten auf neue Fische

Das Loch in der Wand der Güllengrube sei als Sofortmassnahme verschlossen worden. Fische werden aber voraussichtlich erst im Frühjahr 2020 wieder im betreffenden Bach anzutreffen sein. Allerdings könnten allenfalls jetzt schon in dezimierter Anzahl Fische und Kleinstlebewesen zu sehen sein, welche aus umliegenden Gewässern stammen, sagt Denise Debrunner, Verantworliche für Information und Beratung des Amtes für Umwelt.

Aktuell werden Rohre und Sickerleitungen verschlossen und erneuert, um eine erneute Gewässerverschmutzung zu vermeiden. «Wir haben diverse Massnahmen in Auftrag gegeben, die nun auf ihre Ausführung überprüft werden», sagt Debrunner.

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