FINANZEN: St.Galler Regierung will wieder mehr Spielraum bei Lohnkosten

Der Personalaufwand der St.Galler Staatsverwaltung darf jährlich um höchstens 0,4 Prozent wachsen: So hat es das Parlament beschlossen. «Das reicht nicht», sagt Finanzchef Benedikt Würth: Die Regierung werde eine Erhöhung beantragen.

Adrian Vögele
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"Der Kanton muss die Möglichkeit haben, junge Mitarbeiter, die gute Leistungen erbringen, über das Salär zu belohnen" - Finanzchef Benedikt Wüth. (Bild: Regina Kühne)

"Der Kanton muss die Möglichkeit haben, junge Mitarbeiter, die gute Leistungen erbringen, über das Salär zu belohnen" - Finanzchef Benedikt Wüth. (Bild: Regina Kühne)

Das Budget 2018 des Kantons St.Gallen ist beinahe ausgeglichen: Die Regierung erwartet ein Minus von 1,1 Millionen Franken. Erstmals seit zehn Jahren soll zudem auf einen Bezug aus dem Eigenkapital verzichtet werden, wie Finanzchef Benedikt Würth vor den Medien sagte. Er zeigte sich mit dem Budget zufrieden, erinnerte aber auch an die kommenden finanziellen Herausforderungen, etwa die Neuregelung des Finanzausgleichs. Der Steuerfuss bleibt gemäss Budget 2018 unverändert.

Kopfzerbrechen bereitete der Regierung die Vorgabe des Kantonsrats, beim Personalaufwand ein Wachstum von 0,4 Prozent nicht zu überschreiten. Den Wert habe man «grosso modo» eingehalten, so Würth. Der Wert wurde um 500 000 Franken überzogen - bei einer Sockellohnsumme von über 400 Millionen. Ein Personalausbau findet, wie schon längst geplant, bei der Kantonspolizei statt. Viel mehr war laut dem Finanzchef nicht möglich. «Der Spielraum mit diesen 0,4 Prozent ist zu eng», stellt er klar. Der Kanton müsse unter anderem auch die Möglichkeit haben, junge Mitarbeiter, die gute Leistungen erbrächten,  über das Salär zu belohnen und bei sich zu halten. Die Regierung wird im Rahmen des Aufgaben- und Finanzplans 2019-2021 darum beantragen, dass das maximale Wachstum auf 0,8 Prozent erhöht wird.