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Kolumne

Feuerwehrfrau in der Politmühle

In der Debatte zum Feuerschutz-Gesetz hatte Andrea Schöb ihren grossen Auftritt: Die SP-Kantonsrätin ist im Vorstand des kantonalen Feuerwehrverbands und schweizerische Feuerwehrinstruktorin. Trotz Rückweisung bleibt sie guten Mutes.
Marcel Elsener
Neun Minuten hat SP-Kantonsrätin Andrea Schöb in der Februarsession gesprochen - so lange wie noch nie. (Bild: Regina Kühne)

Neun Minuten hat SP-Kantonsrätin Andrea Schöb in der Februarsession gesprochen - so lange wie noch nie. (Bild: Regina Kühne)

Die 2017 nachgerutschte Thaler SP-Kantonsrätin Andrea Schöb zählt in der St.Galler Politik noch nicht zu den klingenden Namen. Umso bekannter ist sie in Feuerwehrkreisen: Die Leiterin Finanzen und Dienste bei Feuerwehr und Zivilschutz St.Gallen ist eine von zwei Frauen im Vorstand des kantonalen Feuerwehrverbands und schweizerische Feuerwehrinstruktorin.

Naheliegenderweise hatte sie als Fraktionssprecherin und Fachfrau in der vorberatenden Kommission in der Debatte zum Feuerschutzgesetz ihren grossen Auftritt. Neun Minuten, so lange wie noch nie, sprach Schöb zu den mannigfaltigen ­Anpassungen. «Im Grossen und Ganzen zufrieden», kündigte sie einen Antrag zur Anhörung der Gemeinden bei der Aus- und Weiterbildung an. Es kam nicht so weit: FDP und SVP erzwangen die Rückweisung – «unverständlich».

Im Moment ist sie so ratlos wie alle andern in der jahrelang aufgegleisten Sache: «Wir müssen uns in den Gremien beraten, wie es weitergeht.» Freilich sei die Ablehnung aus der Ecke der «Brandschutz-Taktgeber» ihre grösste Enttäuschung im Rat. «Es wird nicht die einzige bleiben», lacht sie im Wissen, dass sie als linke Frau einen schweren Stand hat. Als geübte Brandlöscherin, Brückenbauerin und vierfache Mutter bleibt sie pragmatisch guten Mutes. Und freut sich über die erreichten Mehrheiten bei der Steuervorlage und beim Lohn des Staatspersonals. Sowie, man dürfe es ja nicht zu laut sagen, über den Protest der Jugend im Saal. «Ich hätte diesen Mut mit 18 nicht gehabt.» Nur die Buhrufe hätten nicht sein dürfen, meint sie. Obwohl sie, beim «Geben und Nehmen» im Rat ausgebootet, wohl am Dienstag am liebsten selber laut «Buh» gerufen hätte.

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