Feuerteufel schlägt zum 20. Mal zu

Am Donnerstagabend brannte in Elgg ein Bretterstapel. Der Verdacht liegt nahe, dass es sich beim Täter um den Feuerteufel handelt, der seit Februar in der Region unterwegs ist.

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Mehrere Kubikmeter verkohlte Schwarten hinterliess der Feuerteufel von Elgg bei der Sägerei im Quartier Obermühle. (Bild: Mario Testa)

Mehrere Kubikmeter verkohlte Schwarten hinterliess der Feuerteufel von Elgg bei der Sägerei im Quartier Obermühle. (Bild: Mario Testa)

ELGG. «Nun hat er die 20 doch noch voll gemacht.» So sieht es eine Einwohnerin von Elgg. Sie war es, die am Donnerstagabend die Feuerwehr rief, als sie auf ihrem Sitzplatz «eine rauchen ging» und sah, wie einige hundert Meter entfernt «die Flammen hochschlugen, über den Kran hinaus». Es brannte, und zwar bei einer Sägerei im Quartier Obermühle. Dort hatte gemäss Kantonspolizei Zürich eine unbekannte Täterschaft einen acht Meter hohen Bretterstapel in Brand gesetzt. Dank des sofortigen Einsatzes der Feuerwehr Eulachtal konnte ein Übergreifen auf das Sägereigebäude verhindert werden. Natürlich dachte die Frau sofort an den Feuerteufel, dem 19 Brandstiftungen im Raum Elgg zur Last gelegt werden, und überlegte, ob sie bei einer früheren Rauchpause jemanden bemerkt hat – «Leider nein.»

Ein Schock für den Nachbarn

An den Feuerteufel dachte auch Hans Müller vom Fahrenhof, als er auf der Heimfahrt von Winterthur das grelle Licht der Feuerwehr sah. «Ich vermutete, es brenne schon zum drittenmal auf meinem Hof.» Die erste Brandstiftung im Februar fand auf seinem Grundstück statt. Damals fackelte der unbekannte Täter eine Holzbeige ab. In den darauffolgenden Monaten schlug der Feuerteufel regelmässig in Elgg und Umgebung zu, so auch in Aadorf. Er zündete Holzbeigen, Holzschnitzellager und Strohballen an, setzte aber auch eine Jagdhütte, eine Reithalle und ein leerstehendes Haus in Brand.

10 000 Franken Belohnung

Die Polizei verstärkte die Patrouillen. Sie führt umfangreiche Personenkontrollen durch. Der mutmassliche Brandstifter entkam jedoch. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat die Kantonspolizei Zürich 10 000 Franken ausgesetzt. Der Sachschaden, den er bei der Sägerei angerichtet hat, beträgt einige Tausend Franken. (ph/mte.)