Feuerteufel muss vor Gericht

Der 26jährige Schweizer muss am Mittwoch vor dem Bezirksgericht Winterthur antreten. Ihm wird vorgeworfen, 30 Brandstiftungen in Elgg begangen zu haben.

Gjon David
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Polizei und Feuerwehr suchten verzweifelt nach ihm. Eine Belohnung wurde ausgesetzt. Sogar ein Profiler ermittelte. Niemand ahnte, dass der Brandstifter aus den eigenen Reihen kommt. Ein DNA-Test überführte schliesslich den Angehörigen der Feuerwehr Eulachtal, welche auch für Elgg zuständig ist.

30 Brandstiftungen

Robert Gysi, der Kommandant der Feuerwehr Eulachtal, war schockiert. «Ich bin erschüttert, dass es jemand von der Feuerwehr ist», sagte er damals der Thurgauer Zeitung. Seit mehr als fünf Jahren war der Feuerteufel in der freiwilligen Feuerwehr Eulachtal aktiv. Er wohnte noch bei den Eltern und wuchs in Elgg auf.

Jetzt muss er nächsten Mittwoch, 6. Februar, vor dem Bezirksgericht Winterthur antreten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 26jährigen Schweizer mehrfache Brandstiftung vor. Im Zeitraum vom 6. November 2010 bis 16. Januar 2012 soll er in Elgg insgesamt 30 Brände gelegt haben. Der Feuerteufel zündete Holzbeigen an, aber auch abgelegene Hütten und Scheunen.

Brände gestanden

Einen Teil der Brände gestand er bei seiner Verhaftung Ende Januar 2012. Nicht gestanden hat er bislang den Brand an der Reithalle, die vor kurzem wieder aufgebaut wurde. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, auch die Reithalle in Brand gesetzt zu haben.