Feuerbrand: Neue Wirkstoffe im Test

VADUZ. Zur Bekämpfung des Feuerbrandes könnten neben dem Antibiotikum Streptomycin auch weniger gefährliche Stoffe zum Einsatz kommen. An einer internationalen Tagung in Vaduz wurde von hoffnungsvollen Ansätzen gesprochen.

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Obstplantagen können durch Feuerbrand vernichtet werden. Experten suchen nach Wirkstoffen zur Bekämpfung der Krankheit. (Bild: Hannes Thalmann)

Obstplantagen können durch Feuerbrand vernichtet werden. Experten suchen nach Wirkstoffen zur Bekämpfung der Krankheit. (Bild: Hannes Thalmann)

Experten aus Deutschland, Österreich, Liechtenstein, Italien und der Schweiz arbeiten seit Mitte letzten Jahres im Rahmen des Interreg-Projekts «Gemeinsam gegen den Feuerbrand» an der Bekämpfung der hochansteckenden Krankheit, die ganze Obstplantagen vernichten kann. Die Fachleute trafen sich am Donnerstag zum Erfahrungsaustausch.

Streptomyzin problematisch
Nach heutigem Erkenntnisstand biete derzeit allein das Antibiotikum Streptomycin einen guten Schutz vor Feuerbrand, erklärte Christian Scheer vom Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee in Ravensburg (D) gegenüber den Medien.

Doch ist der Einsatz von Streptomyzin problematisch und deshalb hochumstritten: Der Wirkstoff lagert sich im Obst und auch im Honig ab. Deshalb wird nach Alternativen gesucht. Mögliche Stoffe wurden zunächst im Labor getestet.

«Vielversprechende Ansätze»
Bereits im Freiland untersucht worden ist der Einsatz von Calziumformiat, welches zur Konservierung in der Lebensmitteltechnologie verwendet wird. Zudem wurde die Wirkung eines Desinfektionsmittels untersucht.

Dabei habe es «vielversprechende Ansätze» gebeben, sagte Scheer. Allerdings seien weitere mehrjährige Versuche unerlässlich, um zuverlässige Ergebnisse vorlegen zu können. (sda)


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