Fernunterricht gilt auch für die nächsten drei Wochen: St.Galler Bildungsdepartement und PHSG definieren Regeln und bieten Unterstützung

Der Bundesrat hat die Wiedereröffnung der Volksschule ab 11. Mai in Aussicht gestellt. Bis dahin bleiben die Schulen aber noch drei Wochen geschlossen. Für den Fernunterricht in dieser Zeit haben das Bildungsdepartement und die Pädagogische Hochschule St.Gallen nun vertiefte Regeln und Unterstützungen bereitgestellt.

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Für die nächsten drei Wochen gilt immer noch Fernunterricht.

Für die nächsten drei Wochen gilt immer noch Fernunterricht.

Bild: Tom Ulrich

(pd/nat) Gestern Montag hat das letzte Schulquartal des Schuljahres 2019/20 begonnen. Die Schulklassen müssen es in den ersten drei Wochen weiterhin mit Fernunterricht bestreiten. Das Bildungsdepartement hat deshalb zusammen mit den Verbänden der Schulträger, den Schulleitungen und den Lehrpersonen Weisungen ausgearbeitet und in Vollzug gesetzt.

Wie es in einer Medienmitteilung des Kantons heisst, visieren die Schulen nach den Frühlingsferien mit dem Fernunterricht auch neue Lernziele an. Dabei sollen sie sich auf die Fachbereiche Sprachen, Mathematik und Natur/Mensch/Gesellschaft konzentrieren. In den übrigen Fächern können die Schüler weiterhin bisherigen Stoff vertiefen.

Stufengerechte Lernzeiten bis vier Stunden täglich

Im anfänglichen Fernunterricht vor den Frühlingsferien war Unsicherheit aufgekommen, wie lange die Schüler auf Distanz täglich an die Schule gebunden werden sollen. Die Schulen bemassen die Zeitfenster unterschiedlich und eine einheitliche kantonale Vorgabe wurde gefordert. Deshalb gelten für den restlichen Fernunterricht folgende Richtwerte pro Tag:

  • Kindergarten: 1 Stunde
  • Unterstufe: 2 Stunden
  • Mittelstufe: 3 Stunden
  • Oberstufe: 4 Stunden

Auf Prüfungen mit Noten werde im Fernunterricht verzichtet. Das Schlusszeugnis vor den Sommerferien weise auf die besonderen Rahmenbedingungen während des schulischen Lockdowns hin. Dazu werde der Kanton rechtzeitig eine einheitliche Formulierung vorgeben. Aus der Zeit des Verbotes des Präsenzunterrichts fliessen keine Leistungsbeurteilungen in das Zeugnis.

Übergang in den Präsenzunterricht planen

Wie es in der Mitteilung weiter heisst, sei hinter den Kulissen aber auch der Übergang vom Fernunterricht in den Präsenzunterricht zu planen. Dazu will sich der Kanton weiterhin mit den schulischen Verbänden austauschen. Schlüssel für die konkrete Planung seien die flankierenden Vorgaben für die Schulöffnung, die vom Bundesrat am 29. April erwartet werden.