Fell und Federn
«Manchmal sieht Frida aus wie ein Weihnachtsbaum»: Diese Hündin begleitet ihre Besitzerin und Revierförsterin zur Arbeit in Kreuzlingen

In einer Serie stellen wir die Büsis, Hamster oder Pferde von Ostschweizerinnen und Ostschweizern vor. Zum Beispiel Sophia Steimles Hund Frida aus Landschlacht.

Jolanda Riedener
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Ist das noch ein Hund oder schon ein Bär? Die liebenswürdige Frida mit ihrer Besitzerin Sophia Steimle.

Ist das noch ein Hund oder schon ein Bär? Die liebenswürdige Frida mit ihrer Besitzerin Sophia Steimle.

Bild: PD

Steckbrief

Name: Frida

Rasse: Neufundländer

Alter: 5 Jahre

Wohnort: Landschlacht TG

Lieblingsessen: Alles, was Frauchen isst

Charakter: gemütlich, ruhig, lieb und schmusig

Sophia Steimle wirkt in einer Männerdomäne – dafür hat die einzige Revierförsterin des Kantons Thurgau seit rund einem halben Jahr eine treue Begleiterin: Hündin Frida. Steimle arbeitet in Kreuzlingen und kümmert sich um ein rund 600 Hektar grosses Waldstück. Sie sagt:

«Frida begleitet mich jeden Tag. Ihre Lieblingsbeschäftigung bei der Arbeit ist, alles zu beaufsichtigen und nach Mäusen zu buddeln.»

Zwischendrin legt sie gerne ein Erholungsschlaf ein. Und ganz neufundländertypisch planscht sie in jedem Bach, in jeder Pfütze und natürlich am Bodensee – egal bei welchem Wetter. Sophia Steimle muss das dichte Fell regelmässig kämmen und ab und zu trockenföhnen, wenn sie von der Arbeit im Wald nach Hause kommen. «Manchmal sieht Frida aus wie ein Weihnachtsbaum mit all den Tannennadeln im Fell.»

Gross und pelzig wie ein Bär

Neufundländer wie die fünf Jahre alte Frida haben einen gemütlichen, ruhigen Charakter. Bei ihrer Arbeit stosse Sophia Steimle mit Frida auf viel Sympathie. Sie sei auch schon gefragt worden, ob ihre Begleiterin noch ein Hund sei oder schon ein Bär.

Seit einem halben Jahr wohnt Frida bei Steimle in Landschlacht. Davor war sie im Tierheim. Das habe die Hündin sehr verunsichert. «Die Vorbesitzer haben Nachwuchs bekommen und hatten zu wenig Zeit für Frida.» Auch sei sie in einem Zwinger gehalten worden. Frida war danach unruhig, was eher untypisch für diese Hunderasse sei. Steimle sagt:

«Nach kurzer Zeit in ihrem neuen Zuhause ist sie aufgeblüht.»

Sie habe ihre neufundländertypische Ruhe gefunden. Auch das zuvor sehr vernachlässigte und verfilzte Fell hat die jetzige Besitzerin mit viel Liebe und Kämmen wieder zum Glänzen gebracht.

Die Freude, als Revierhund im Wald zu sein, sei ihr heute deutlich anzusehen. Steimle sagt:

«Mein Leben und die Arbeit kann ich mir ohne meine treue Begleiterin nicht mehr vorstellen.»