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Die These der FDP Kanton St.Gallen fordert die SP heraus

SP und Frauenverbände widersprechen der FDP: Der Listenplatz sei fürs Wahlergebnis sehr wohl bedeutend. Die Schweizerische Frauendachorganisation Alliance F ist an die Kantonalparteien gelangt mit der Aufforderung: Frauen gehörten auf prominente Listenplätze.
Regula Weik
Rund 15 000 Personen demonstrieren 2003 in Bern gegen die Untervertretung der Frauen im Bundesrat. (KEYS/Edi Engeler)

Rund 15 000 Personen demonstrieren 2003 in Bern gegen die Untervertretung der Frauen im Bundesrat. (KEYS/Edi Engeler)

«Das ist doch Mumpitz», sagt Max Lemmenmeier. Der Präsident der St. Galler SP widerspricht dem Geschäftsführer der FDP, wonach der Listenplatz fürs Wahlergebnis nicht relevant sei (Ausgabe von gestern). Diese These sei schlicht ein «Vorwand», um Frauen nicht prominent auf der Nationalratsliste platzieren zu müssen. «Die ersten fünf Listenplätze sind entscheidend für einen möglichen Wahlerfolg», sagt Lemmen­meier. Dafür gebe es genügend Untersuchungen. Es komme nicht von ungefähr, dass die Schweizerische Frauendachorganisation Alliance F an die Kantonalparteien gelangt sei mit der Aufforderung: Frauen gehörten auf prominente Listenplätze.

Jacqueline Schneider, Geschäftsführerin der Frauenzen­trale St. Gallen, geht mit dem SP-Präsidenten einig: «Der Listenplatz hat sehr wohl Einfluss auf das Wahlergebnis.» Je weiter hinten jemand stehe, desto schlechter schneide er in der Regel ab. Und: Wenn Wählerinnen und Wähler ihre Liste selber gestalten, seien ihnen die prominent platzierten Namen auf den gedruckten Listen präsenter.

SP nahm «politische Wertung» der Neuen vor

Klar ist: Selbst wenn Frauen vorne auf der Liste stehen, werden sie im Herbst nicht einfach durchmarschieren. Das weiss auch Alliance F. Kathrin Bertschy, Nationalrätin und Co-Präsidentin der Organisation, geht von fünf bis sieben zusätzlichen Sitzen aus, welche Frauen in der Grossen Kammer erobern könnten. Voraussetzung dafür sei aber, dass mehr Frauen kandidieren. Alliance F hat deshalb mit der Operation Libero die Kampagne «Helvetia ruft» lanciert. Ihr Ziel ist, dass 500 bis 600 Frauen mehr kandidieren als 2015. Denn wissenschaftlich erhärtet ist: Frauen haben die gleichen Wahlchancen wie Männer. Ob sich im Kanton St. Gallen mehr Frauen aufstellen lassen, wird sich in den nächsten Monaten zeigen; noch haben längst nicht alle Parteien ihre Listen vorgestellt.

Auf die Frage, nach welchen Kriterien die SP ihre Liste gestaltet hat, antwortet Lemmenmeier: «Doppelzebra.» Zwei Frauen, zwei Männer, zwei Frauen, zwei Männer. An der Spitze stehen die beiden Bisherigen Claudia Friedl und Barbara Gysi, dann folgen die «erfolgversprechendsten» Neuen; die Partei hat eine «politische Wertung» der Kandidierenden vorgenommen.

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