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Interview

FCSG-Trainer Peter Zeidler: «Demirovic und Guillemenot würden jetzt noch laufen»

Mit dem 2:1 gegen den FC Sion steigt selbstredend die Stimmung. Die St.Galler Spieler tanzen und singen in der Kabine. Und besonders gross ist bei Trainer Peter Zeidler die Zufriedenheit und Freude, vom früheren Arbeitgeber mit drei Punkten im Gepäck heimzufahren.
Christian Brägger
Peter Zeidler hat gut Schmunzeln. (Laurent Gilliéron/KEY)

Peter Zeidler hat gut Schmunzeln. (Laurent Gilliéron/KEY)

Die Pressekonferenz wird für Peter Zeider zur Kür. Als der Trainer das 2:1 beim Favoriten Sion analysieren soll, tut er das in feinstem Französisch. Und ganz eloquent. Danach steht er dem St.Galler Tagblatt Red und Antwort.

Peter Zeidler, Sie haben wohl noch nie so gern französisch gesprochen.

Oh ja. Aber viel lieber gewinne ich hier 2:1. Das freut mich riesig für unseren Club. Sogar die Fans von Sion skandierten meinen Namen, weil ich halt normal bin und war und sie mich mochten. Sie hätten halt gerne gesehen, dass ich damals den FC Sion zum Cupfinal begleitet hätte. Aber es geht jetzt nicht um mein seelisches Gleichgewicht. Das ist eigentlich immer in Ordnung. Ich bin jetzt einfach sehr zufrieden, aber wir müssen bescheiden bleiben.

Sie haben an der Pressekonferenz gesagt, stolz seien sie noch nicht. Was braucht es hierfür?

Hierfür müssen wir ein paar andere Spiele auch noch gewinnen. Wir sind gerade dabei, eine Mannschaft aufzubauen. Wir haben jetzt diese schwere Phase nach dem Aus im Cup überstanden mit zwei Siegen in der Meisterschaft. Es ging ja darum, was wir danach machen, weil der Cup ein grosses Ziel von uns war. Deshalb freut es mich jetzt ungemein, für die Mannschaft, für die Fans. Es hätte ja sein können, dass wir in eine negative Spirale geraten. Doch meine Mannschaft hat die richtige Reaktion gezeigt.

Sie haben einzig Ermedin Demirovic ersetzt für Cedric Itten. Ansonsten stand dieselbe St.Galler Formation wie gegen Servette auf dem Platz. Haben Sie die Stammformation gefunden?

Itten haben wir geschont, wir wollten kein Risiko eingehen. Er hat wie die anderen Spieler, die nicht im Kader standen, am Mittwochmorgen trainiert mit meinen beiden Co-Trainern, die extra erst aufs Spiel hin angereist sind. Wir haben schon Spieler, die nachdrücken, aber natürlich waren Hefti, Letard und Co. heute gut. Doch das zählt nichts mehr, wenn der Schiedsrichter am Samstag gegen Thun die Partie anpfeift. Ich spüre schon jetzt, dass wir uns auf dieses Spiel freuen.

Ist Betim Fazliji schwerwiegend verletzt?

Das kann ich noch nicht beurteilen, eventuell war es nur ein Krampf. Er hat herausragend gespielt für einen, der immer nur aus dem Mittelfeld geschaut hat, was die Innenverteidiger machen. Man braucht jetzt keine Brille, um zu sehen, dass er das Spiel versteht, das wir haben wollen. Aber ich möchte ihn oder beispielsweise Ermedin Demirovic nicht zu sehr und speziell loben. Wir müssen alle bescheiden bleiben.

Der Aufwand des FC St.Gallen war sehr gross. War die Mannschaft am Schluss platt?

Natürlich waren wir am Schluss müde. Aber die Luft war nicht draussen, das war vielleicht in der Partie gegen Servette am Ende der Fall. Sion hatte jetzt ja keine Chancen im Sekundentakt. Ich glaube, Ermedin Demirovic und Jérémy Guillemenot würden jetzt noch laufen, wenn man ihnen nicht gesagt hätte, dass der Schiedsrichter abgepfiffen hat. Aber ja, müde nach den sechs Minuten Nachspielzeit, das waren wir schon.

Haben Sie bemerkt, dass Christian Constantin hinter der Bank von Stéphane Henchoz aufgetaucht ist?

Ich habe es im Augenwinkel registriert. Aber ich will mich sowieso auf uns konzentrieren. Zudem: Mich hat dies früher eher beruhigt, wenn Constantin aufgetaucht ist, weil dann die Tomaten auf ihn geflogen sind. (lacht)

War das die beste Leistung des FC St.Gallen bisher in der Saison?

Ja, ganz klar. Taktisch waren wir heute viel besser als in Basel.

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