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Die Traumelf darf wieder ran: Fans treten in Buchs gegen den FCSG an

Vor zwei Jahren verlor das Fanteam Traumelf 0:21 gegen den FC St.Gallen. Die Profis, die damals in der Liga arg unter Druck standen, spielten die Amateure auf der Kellen in Tübach gnadenlos an die Wand. Heute kommt es in Buchs zur Neufauflage - unter umgekehrten Vorzeichen.
Roman Hertler
21 Gegentore: Die Traumelf von 2016 hatte einen schweren Stand gegen ein bissiges St.Gallen. (Bild: PD, Tübach, 6. September 2016)

21 Gegentore: Die Traumelf von 2016 hatte einen schweren Stand gegen ein bissiges St.Gallen. (Bild: PD, Tübach, 6. September 2016)

FCSG-Chefcoach Peter Zeidler hat gestern ein neues Wort gelernt: Spaghettiplausch. Dazu wird heute Abend geladen, sobald die Partie seiner Mannschaft gegen die Traumelf in Buchs zu Ende ist. Es ist das zweite Mal nach 2016, dass die Espen gegen ein gecastetes Amateurteam antreten. Vor zwei Jahren hatte die Traumelf nicht den Hauch einer Chance. Ganze zwei Mal kamen sie vor Daniel Lopars Tor, richtig gefährlich wurde es aber nie für die Profis. Der erste «St.Galler Kantonalbank Cup», ein Freundschaftsspiel, resultierte in einem überdeutlichen 0:21 – wobei die Anzeige auf der Kellen in Tübach nur bis 19 mitzählen konnte.

Nicht einmal einen Ehrentreffer gewährte der FC den Amateuren. Der damalige Trainer Joe Zinnbauer wollte von «Plausch» nichts wissen. Er habe gar mit Straftrainings gedroht, sollte der Traumelf auch nur ein einziger Treffer gelingen, berichten gut unterrichtete Quellen. Ähnlich humorlos gab sich damals auch die Mannschaft, die nach Abpfiff zwar mit dem Gegner Leibchen tauschte, sich danach aber an separate Tische setzte und ziemlich früh Reissaus nahm. Gewiss, der FC St.Gallen, von «Ferrari-Joe» seit einem Jahr angeführt, steckte Anfang September 2016 in der Krise. Mit einem 3:0-Heimsieg gegen Luzern hatte man sich zwar gerade etwas Luft verschafft. Doch stand man mit sechs Punkten auf dem drittletzten Tabellenrang – und das schon so früh in der Saison.

Drei hat Zünd noch nie gesehen

Dieses Jahr soll es anders werden. Sagt zumindest die FCSG-Legende Werner Zünd, unter anderem Assistenztrainer in der Meistersaison 1999/2000 und bis vor einiger Zeit regelmässiger Gast im Stadion-TV. Zünd trainiert die diesjährige Traumelf. Personell war es schwieriger als vor zwei Jahren. Die Innenverteidigung blieb länger unbesetzt, und im Tor steht mit Fabio Neuhaus (Goalie beim 3.-Liga-Team des KF Dardania SG) einer, der schon 2016 den Kasten hütete. Auch die Trainingsdisziplin liess zu wünschen übrig. «Drei der Buben habe ich noch gar nie gesehen», so der 70-jährige Rebsteiner. «Gut, einer war im Militär, andere müssen von etwas weiter her reisen.»

Die diesjährige Traumelf mit Trainer Werner Zünd (oben rechts). (Bild: PD)

Die diesjährige Traumelf mit Trainer Werner Zünd (oben rechts). (Bild: PD)

Von solchen Umständen lässt sich Werner Zünd nicht beeindrucken. Mit Nnamdi Aghanya, seit fünf Jahren FCSG-Videoanalyst, hat Zünd einen Kenner des Gegners als Assistenten an seiner Seite. Und: «Trotz häufiger Absenzen strotzen die Jungs vor Motivation.» Für sie sei es eine einmalige Chance, ihr Können einmal gegen Profis zu testen. Die meisten Spieler spielen ansonsten ungefähr auf 3.-Liga-Niveau. «Alle wissen, wie man einen Ball stoppt und passt», versichert Zünd. «Unser Motto: Die Mannschaft soll Spass haben.» Aber auch dem Publikum soll etwas geboten werden. «Wir wollen möglichst lange dagegen halten, und vielleicht erzielen wir ja sogar ein Tor.» Das Ziel ist damit gesteckt. Die Traumelf kennt den Gegner, was umgekehrt nicht der Fall sein dürfte. Das spielt den Amateuren in die Hände, vielleicht ebenso der Umstand, dass mit Manuel Bont, Argurian Bojaxhi und Florian Haltiner drei Spieler vom FC Montlingen mittun, die jüngst im Cup gegen den FC Basel angetreten sind.

Zeidler kommt mit 22 Mann

FCSG-Chefcoach Peter Zeidler muss heute auf Silvan Hefti, Cedric Itten und Dereck Kutesa, die für die U21-Nati im Einsatz stehen, verzichten. «Wir reisen mit 20 Spielern und zwei Torhütern nach Buchs», so Zeidler. «Es geht vor allem um Spielpraxis.» Er sieht es weit weniger verbissen als sein Vorgänger. Der FCSG belegt momentan den Super-League-Rang 2. Dennoch: «Wir wollen der Traumelf den Ehrentreffer nicht schenken.» Dass man gleich hoch gewinnt wie vor zwei Jahren, glaubt Zeidler nicht. «Wir werden nicht mit aller Härte in die Zweikämpfe gehen.» Es soll ein schöner Spätsommerabend werden. «Die Jungs werden zwar nicht bis spätnachts die Krüge hochhalten, morgen früh ist wieder Training. Aber Zeit für den einen oder anderen Schwatz mit den Fans bleibt bestimmt.»

Es ist also angerichtet für einen unterhaltsamen Fussball- und Spaghettiabend. Anpfiff ist heute um 18 Uhr auf der Rheinau in Buchs.

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