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Favoritin der CVP für die St.Galler Regierungswahlen sagt ab — Yvonne Suter verzichtet auf eine Kandidatur

Das Kandidatenkarussell der CVP läuft seit Monaten auf Hochtouren. Die Partei muss im Frühling Benedikt Würth in der Regierung ersetzen. Als Favoritin gehandelt wird seit Wochen die 42-jährige Kantonsrätin Yvonne Suter. Doch nun gibt sie ihren Verzicht auf eine Kandidatur bekannt.
Regula Weik
Yvonne Suter im St.Galler Kantonsparlament (Bild: Regina Kühne, Septembersession 2019)

Yvonne Suter im St.Galler Kantonsparlament (Bild: Regina Kühne, Septembersession 2019)

Yvonne Suter nennt in ihrem Schreiben zwei Gründe für ihren Verzicht. Sie und ihr Mann seien erst vor kurzem Eltern geworden. «Gerne möchte ich speziell in den ersten Lebensjahren meiner Tochter ausreichend Zeit mit der Familie verbringen können.» Dies sei nur sehr schwer vereinbar mit dem Anspruch, als Mitglied der Regierung Tag und Tag vollen Einsatz für den Kanton zu leisten.

Neue berufliche Herausforderung

Als zweiten Grund nennt sie eine neue berufliche Herausforderung. Suter hat heute Montag eine Führungsrolle bei der Bank Julius Bär übernommen; sie ist «Head of Corporate Sustainability and Responsible Investment». Der Verzicht auf die Kandidatur sei «durch die erstklassige berufliche Perspektive sicher erleichtert worden». Suter hatte bis dahin mehrere Jahre bei der Credit Suisse den Bereich Nachhaltige Anlagen geleitet.

Der Entscheid sei ihr nicht leicht gefallen, hält Suter fest. «Gerne hätte ich den Gestaltungsspielraum genutzt, um bisher brachliegendes Potenzial unseres Kantons zu entfalten, und gerne hätte ich einen Beitrag geleistet, damit unser vielgestaltiger Kanton wieder näher zusammenrückt.» Das Kantonsratsmandat will Suter weiterhin wahrnehmen.

Parteien kommen aussichtsreiche Frauen abhanden

Die CVP ist nicht die erste Partei, der eine aussichtsreiche Kandidatin abhanden kommt. Dasselbe erlebte am Wahlsonntag Ende Oktober die SVP - als Esther Friedli in den Nationalrat nach Bern gewählt wurde.

Eine spätere Kandidatur für die Regierung ist weder bei Friedli noch bei Suter ausgeschlossen. Die Bankerin schreibt denn auch: «Mit Blick auf mein Alter schliesse ich nicht aus, mir dereinst erneut Gedanken über eine Kandidatur für die Regierung zu machen.»

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