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«Er rief immer wieder nach seiner Freundin»: Wie der Oberrieter Feuerwehrkommandant die Rettung von zwei Männern erlebte

Das Restaurant Sonne in Oberriet ist in der Nacht auf Sonntag abgebrannt. Zwei Menschen starben. Die Identität der Toten sowie die Brandursache bleiben vorerst unklar. Feuerwehrkommandant Hugo Langenegger berichtet, wie er die Rettung von zwei Männern erlebte.
Rossella Blattmann
(Bild: Kapo SG)
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(Bild: Beat Kälin/BRK News)
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(Bild: Beat Kälin/BRK News)
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(Bild: Benjamin Manser)
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14 Bilder

Grossbrand mit zwei Toten in Oberriet

Die «Sonne» im rheintalischen Oberriet ist nicht mehr. Am Sonntag brannte die Traditionsbeiz zahlreicher Generationen komplett ab. Ein Passant hatte um 3.23 Uhr Alarm geschlagen, erklärte Hanspeter Krüsi, Leiter Kommunikation der St.Galler Kantonspolizei, am frühen Sonntagmorgen.

«Um Mitternacht sind die letzten Gäste gegangen», sagte der Betreiber der «Sonne», Roger Eugster, am Sonntag. Nach einer Stunde habe auch das Personal um 1 Uhr Feierabend gemacht.

«Er rief immer wieder nach seiner Freundin»

«Als wir vor Ort waren, brannte das Restaurant Sonne bereits lichterloh», sagt Hugo Langenegger, Kommandant der Feuerwehr Oberriet. Die Feuerwehr konnte einen 23-jährigen Hausbewohner und einen 57-jährigen Mann retten. Beide Männer wurden am Sonntag verletzt ins Spital gebracht.

«Der 23-Jährige rief immer wieder nach seiner Freundin», sagt Langenegger. Gemäss dem jungen Mann hat sich die Freundin noch im brennenden Gebäude befunden. Ob es sich bei der Frau um eines der beiden Todesopfer handle, wisse er nicht. «Als wir das Haus betreten konnten, fanden wir die zwei Toten vor», sagt der Oberrieter Feuerwehrkommandant. Auch die Feuerwehr wisse nicht, um wen es sich bei den Todesopfern handle.

Viele Schaulustige

Das Gebäude, in dem sich die «Sonne» befand, war über hundert Jahre alt. «Daher war es für uns sehr schwierig und zeitaufwendig, die Flammen zu löschen», sagt Langenegger. Auch als von aussen keine Flammen mehr zu sehen waren, hörte für die Feuerwehr die Arbeit nicht auf. «In den Wänden befanden sich viele Hohlräume. Wir mussten jede Wand in jedem Zimmer aufmachen, um die Glutherde komplett löschen zu können.» Die Nachlöscharbeiten hätten bis 17 Uhr am Sonntagnachmittag angedauert.

Da in Oberriet gerade Kilbiwochenende war, schauten zahlreiche Schaulustige den Einsatzkräften bei den Löscharbeiten zu. Doch die Menschen hätten die Feuerwehr bei ihrer Arbeit nicht gestört, sagt Langenegger: «Die Menschen blieben hinter der Absperrung, so konnten wir ungestört unserer Arbeit nachgehen.» Beim Brand der «Sonne» seien rund zehn Fahrzeuge der Feuerwehr Oberriet und der Nachbarfeuerwehren ausgerückt. «Insgesamt waren am Sonntag 57 Feuerwehrleute im Einsatz», sagt er.

Identifizierung der Toten dauert an

«Es wird voraussichtlich etwa zwei bis drei Tage dauern, bis die Toten identifiziert sind», sagt Gian Andrea Rezzoli, Mediensprecher der Kantonspolizei St.Gallen, am Montag auf Anfrage.

«Die beiden geretteten Männer hingegen wurden mittlerweile aus dem Spital entlassen», berichtet Rezzoli. Die Brandursache bleibt indessen unklar. Um diese festzustellen sei es noch zu früh. Der Brandermittlungsdienst der Kantonspolizei St.Gallen sowie die Staatsanwaltschaft ermitteln. «Die Ermittlung der Brandursache ist etwas vom Schwierigsten, das es gibt.» Das sei von Fall zu Fall unterschiedlich. «Es kann sehr schnell oder sehr langsam gehen. Oder die Ursache bleibt ungeklärt.»

Wurden die feuerpolizeilichen Auflagen nicht eingehalten?

Ob die Pächter der «Sonne» die feuerpolizeilichen Auflagen erfüllt haben, kann Rezzoli nicht bestätigen: «Dieser Punkt ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen, darum kann ich momentan dazu nichts weiteres sagen.»

Unklar bleibt auch, wer wirklich im Haus wohnte. Auf einer Liste, die auch der Kantonspolizei vorliegt, sind sieben Personen gemeldet. «Diese Liste stimmt aber vermutlich nicht mit der Realität überein», sagte Polizeisprecher Hanspeter Krüsi am Sonntag gegenüber dem «Tagblatt». Krüsi stützte diese These mit Aussagen von Personen, wonach gewisse Leute, die auf dieser Liste stehen, nicht mehr dort wohnen, beziehungsweise dass auch noch andere Personen in der Liegenschaft wohnhaft seien.

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