Fasnachtsumzug nur mit Bewilligung: Kanton St.Gallen legt Genehmigungsverfahren für Grossveranstaltungen fest

Ab dem 1. Oktober sind Grossveranstaltungen mehr als 1000 Personen wieder möglich. Zuständig für die Bewilligung ist der Kanton. Das Gesundheitsdepartement prüft die Schutzkonzepte der Veranstalter.

Drucken
Teilen
Die Fasnachtsumzüge 2021 im Kanton St.Gallen werden nur mit Schutzkonzept bewilligt.

Die Fasnachtsumzüge 2021 im Kanton St.Gallen werden nur mit Schutzkonzept bewilligt.

Bild: Andrea Stalder

(SK/fin) Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen sind ab dem 1. Oktober wieder möglich. Das kündigte der Bundesrat am 20. August an. Die St.Galler Kantonsregierung hat jetzt die kantonalen Zuständigkeiten festgelegt und den Bewilligungsprozess festgelegt, wie sie in einer Mitteilung schreibt.

Für die Bewilligung zuständig ist das Gesundheitsdepartement. Es prüft die Schutzkonzepte unter Berücksichtigung der epidemiologischen Lage. Das Gesuch kann sowohl beim Gesundheitsamt als auch bei der politischen Gemeinde, in der die Grossveranstaltung stattfinden soll, erfolgen.

Für Fasnachtsumzüge braucht es eine Bewilligung

Dies betrifft gemäss Communiqué die Fasnachtsumzüge. Sie gelten als bewilligungspflichtige Grossveranstaltung. Die Meisterschaftsspiele der nationalen Sport-Profiligen werden für die ganze Saison bewilligt.

Das Gesundheitsdepartement kann die Bewilligung widerrufen. Etwa wenn sich die Corona-Lage verschlechtert oder der Kanton das Contact-Tracing nicht schnell genug an die epidemiologische Lage anpassen kann. In diesem Fall hat der Veranstalter keinen haftungsrechtlichen Anspruch auf Entschädigung durch die öffentliche Hand.

Messen und Jahrmärkte sind keine Grossveranstaltungen

Diese Vorschriften gelten nicht für Messen, Gewerbeausstellungen oder Jahrmärkte. Zwar besteht auch für diese Anlässe eine Pflicht für ein Schutzkonzept, das Gesundheitsdepartement steht den bewilligenden Gemeinden aber lediglich beratend zur Seite.