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FASNACHT: Asyl-Fasnachtswagen: Präsident der Clique ist Fan von Hitler

Der Präsident der Fasnachtsclique, deren Sujet mit dem Motto "Asylparadies Schweiz" am Umzug in Aadorf in die Kritik geraten war, sagt, er sei nicht rechtsradikal. Ein Blick auf das Facebookprofil des jungen Toggenburgers zeichnet allerdings ein anderes Bild.
Marlen Hämmerli/Christof Krapf
Die Hülsnerbuben Dietschwil zogen mit Wagen «Asylparadies Schweiz» durch Aadorf. (Bild: Andri Rostetter)

Die Hülsnerbuben Dietschwil zogen mit Wagen «Asylparadies Schweiz» durch Aadorf. (Bild: Andri Rostetter)

"Wir meinen das Ganze satirisch und sind weder rechtsradikal noch radikal." Diesen Satz sagte T. H. am vergangenen Montag gegenüber Tagblatt Online. Tags zuvor hatten T. H. und seine Kollegen von der Fasnachtsclique "Hülsnerbuben" aus Dietschwil in der Toggenburger Gemeinde Kirchberg mit einem Wagen am Umzug in Aadorf teilgenommen.

Ihr Sujet mit dem Motto "Asylparadies Schweiz" geriet in die Kritik: Den Eingang des Wagens beschriftete die Gruppe mit "Asylbar" und "Einwanderungsbehörde". Zudem hing am Wagen eine bemalte Blache, auf denen ein sinkendes Boot abgebildet war - daneben die schwarzen Hände von Personen , die im Meer versinken. Das Bild mit den versinkenden Händen sei geschmacklos, sagte Roman Habrik, Gemeindepräsident von Kirchberg.

Konfrontiert mit der Kritik beteuern die Hülsnerbuben, sie seien nicht rechtsradikal. Ein Blick auf das öffentliche Facebook-Profil von H. zeichnet allerdings ein anderes Bild: Unter anderem hat der Toggenburger Adolf Hitler sowie der Partei national orientierter Schweizer (Pnos) einen Like gegeben. Auch Seiten wie "Gegen den Schweizer Asylwahnsinn", "Ausländer raus? Wer bekocht und bedient mich dan (sic) bei McDonalds" gefallen H. im Sozialen Netzwerk. Und auf der Seite "1291" - auch diese gefällt H. - stehen Sätze wie "Unsere Fahne! Unser Land! Maximaler Widerstand!".

Zudem likte er die Seite der umstrittenen Südtiroler Deutschrock-Band "Frei.Wild", die immer wieder mit gewaltverherrlichenden Texten in die Schlagzeilen geriet.

Auf Anfrage wollte sich H. nicht zum Inhalt seines Profils äussern. Trotzdem reagierte er postwendend: Zunächst entfernte er den Like von der Adolf-Hitler-Fanseite - danach löschte er sein ganzes Profil. Tagblatt Online liegt jedoch ein Screenshot des Profils vor.

Hier geht es zum Kommentar zum Fall von Chefredaktor Stefan Schmid

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