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FASNACHT: Asyl-Fasnachtswagen: Cliquen-Präsident ist im Militär Unteroffizier

Der Präsident der Fasnachtsclique Hülsnerbuben ist auf Facebook Fan von Adolf Hitler, der Partei national orientierter Schweizer und einer Rechtsrock-Band. Im Militär hat der junge Mann trotzdem Karriere gemacht.
Christof Krapf
Im Militär bekleidet T.H. den Rang eines Wachmeisters. (Bild: Keystone)

Im Militär bekleidet T.H. den Rang eines Wachmeisters. (Bild: Keystone)

Auf seinem Facebook-Profil, das T.H. mittlerweile gelöscht hat, posiert der Präsident der umstrittenen Fasnachtsclique Hülsnerbuben in der Uniform der Schweizer Armee. Obwohl er Adolf Hitler, der Partei national orientierter Schweizer (Pnos), der Rechtsrockband Frei.Wild sowie diversen Facebook-Seiten mit rechtsextremen Inhalten einen Like gegeben hatte, hinderte dies H. nicht daran, im Militär Karriere zu machen. Auf seinem Profilbild trägt er die Uniform eines Unteroffiziers der Logistiktruppen.

Die Armee ist über den Fall nicht erfreut und teilt mit, sie toleriere in ihren Reihen keinerlei Extremismus. "Wir können allerdings aus politischen und finanziellen Gründen nicht kontrollieren, was unsere Kader und Soldaten in den Sozialen Netzwerken posten", schreibt Delphine Allemand von der Kommunikation Verteidigung. Deshalb habe H. auch eine Unteroffizierskarriere einschlagen können. Die politische Gesinnung angehender Kader werde nicht überprüft. "Sollten aber Hinweise auf Extremismus vorliegen oder Gewaltaffinität ans Licht kommen, haben wir die Möglichkeit, vertiefte Prüfungen vorzunehmen", so Allemand. Zum vorliegenden Fall will sich die Armee nicht äussern.

Zwei Kontrollen beim Militär

Die Armee wendet bei der Überprüfung ihres Personals zwei standardisierte Kontrollen an. Dies ist einerseits die Personensicherheitsprüfung, die bei der Aushebung durchgeführt wird. Zudem überprüft das Militär bei der Rekrutierung, beim Start der RS sowie bei einer möglichen Beförderung das Strafregister der Angehörigen der Armee. "Liegt gegen einen Soldaten nichts vor, wird er die Sicherheitsprüfung bestehen", schreibt Allemand. Zusätzlich betreibe die Armee eine Extremismusfachstelle, wo verdächtige Fälle gemeldet werden können.

In die Schlagzeilen geraten war T.H. wegen eines Auftritts der Fasnachtsclique Hülsnerbuben am Umzug in Aadorf. Das Sujet mit dem Motto "Asylparadies Schweiz" zeigte unter anderem in Anspielung auf die Flüchtlingskrise ein sinkendes Boot und daneben schwarze Hände, die im Meer versinken. "Wir meinen das Ganze satirisch und sind weder rechtsradikal noch radikal", sagte H. am vergangenen Montag gegenüber "Tagblatt Online". Zum Inhalt seines Facebook-Profils, das er mittlerweile gelöscht hat, wollte er auf Anfrage keine Stellung nehmen.

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