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Fanfaren, Tänze, Trommelzauber

Das Military Tattoo St. Gallen ist in seiner dritten Ausgabe so britisch wie noch nie. Rund um den Dudelsack als traditionellen Kern zeigt das Festival zahlreiche Facetten, dargeboten von Ensembles aus aller Welt.
Adrian Vögele
Verblüffende Akrobatik und präzise Rhythmen: «Fascinating Drums» aus Deutschland. (Bild: Michel Canonica)

Verblüffende Akrobatik und präzise Rhythmen: «Fascinating Drums» aus Deutschland. (Bild: Michel Canonica)

ST. GALLEN. Vor dem Tor der Burgkulisse donnern die Kesselpauken, von den Zinnen schallt aus langen silbernen Aida-Trompeten eine vielstimmige Fanfare: Der Beginn des dritten Tattoo St. Gallen ist königlich, im wahrsten Sinn des Wortes. Es sind Musiker des Kavallerie-Garderegiments The Blues and Royals, der Speerspitze der britischen Armee, die das Festival eröffnen. Sie kommen nicht hoch zu Ross – und sind auch sonst nicht abgehoben: Ihr ehemaliger Dirigent, Major Jason Griffiths, hat sich als musikalischer Leiter des Tattoo zur Verfügung gestellt, die Fanfare hat er eigens für den Anlass in St. Gallen komponiert.

Es folgt der imposante Einmarsch der Massed Band, der vereinigten Dudelsackpfeifer und Trommler. Das Tattoo behält seine schottische Prägung bei, variiert aber bei den Formationen: Heuer zählen nebst den St. Galler United Maniacs und den deutschen Green Pipes and Drums auch Dudelsackpfeifer aus Malta zur rund hundertköpfigen Massed Band. Zudem bestreitet die Pipeband des London Scottish Regiment, einer Reserveeinheit des britischen Militärs, einen eigenen Auftritt.

Tanzen nach dem Dudelsack

Doch nicht nur in der geballten Wucht einer Hundertschaft, sondern auch als Einzelinstrument kann der Dudelsack eine magische Wirkung entfalten. Ganz in seinen Bann gezogen scheinen die Celtica Highland Dancers aus Schottland, die zum Spiel eines Pfeifers traditionelle Tänze aufführen. Ihrerseits verleihen die Tänzerinnen der Ballade «In the Arms of an Angel», gesungen von der holländischen Sängerin Liset Vrugteveen, eine spielerisch-zauberhafte Note.

Tricks mit den Sticks

Apropos Zaubern: Die besten Tricks des Abends haben die Trommler der Formation Fascinating Drums aus Deutschland auf Lager. Rasant hat sich diese Gruppe zu einem der erfolgreichsten Trommelensembles Europas entwickelt – am Tattoo St. Gallen wird klar, warum. Präzise und locker nageln die jungen Männer die kompliziertesten Rhythmen und verblüffen mit waghalsiger Stick-Akrobatik. Das Publikum im vollbesetzten Athletik Zentrum ist begeistert.

Stramme Bulgaren

Gut vertreten ist Deutschland auch bei den Blasorchestern: Die Show and Brass Band Alsfeld präsentiert Marschfiguren, kombiniert mit einem Medley aus bekannten Melodien, darunter «The Winner Takes It All» von Abba. Da ist der Gedanke an die Fussball-WM und das 7:1 gegen Brasilien nicht weit. Auch die Quirinus Band aus Neuss wirkt mit ihren voll sprühender Energie gespielten Schnellmärschen siegessicher – zumindest im militärischen Sinn. Das hat sie mit dem Drill Platoon Corps aus Norwich, USA, gemeinsam, welches eine Gewehrgriff-Choreographie zeigt.

Staatstragend wirkt schliesslich der Auftritt des Repräsentationsorchesters der bulgarischen Landstreitkräfte: Schnurgerade Kolonnen, stramme Offiziere, Majoretten in weissen Stiefeln, die Landesflagge auf der grossen Trommel. Damit ist der Bogen zu den britischen Blues and Royals geschlagen: Sie führen den Gesamtchor beim grossen Finale an. Mit dem «St. Galler Marsch» und «Scotland the Brave» endet das Klangfeuerwerk.

Alle Bilder zum Tattoo auf www.tagblatt.ch

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