Falsches Material war schuld

Am Montag kam es zu einer Verpuffung im Kehricht-Heizkraftwerk im Sittertobel. Nun steht die Ursache fest.

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Wegen eines Brands war die Feuerwehr am Montag im Kehricht-Heizkraftwerk im Sittertobel im Einsatz. Bild: Urs Bucher (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

Wegen eines Brands war die Feuerwehr am Montag im Kehricht-Heizkraftwerk im Sittertobel im Einsatz. Bild: Urs Bucher (Bild: Urs Bucher (Urs Bucher))

Bei einer Explosion mit anschliessender Stichflamme wurden am Montag im Kehricht-Heizkraftwerk Sittertobel in St. Gallen fünf Personen verletzt (Ausgabe vom 13. 9.) Nun steht die Ursache fest: Angelieferte Abfälle werden im Kehricht-Heizkraftwerk in einem Schredder zerkleinert. In diesem Schredder kam es zur Explosion, sagt Markus Walser, Betriebsleiter des Kehricht-Heizkraftwerks St. Gallen gegenüber «FM1 Today». Im angelieferten Abfall habe sich falsches Material befunden. Am letzten Montagvormittag kam es zu dieser Verpuffung in der Anlage im Sittertobel. Abfall in der Grube explodierte, es entstand eine riesige Stichflamme und das Sicherheitsglas zum Kontrollraum ging in Brüche. Die fünf Verletzten erlitten Verbrennungen, Schnitt- und Gehörverletzungen. Die Kehrichtverbrennungsanlage im Sittertobel sei im Moment stillgelegt, Abfälle würden derzeit in den benachbarten Anlagen in Buchs und Niederurnen entsorgt. Laut Walser wird der Betrieb voraussichtlich aber nächsten Montag wieder aufgenommen. Da man aber nicht wisse, ob sich noch falsches Material in den Abfällen befinde, werde zuerst der Müllbunker teilentleert. So könne sichergestellt werden, dass es zu keiner weiteren Explosion komme. (red.)