FALL HEFENHOFEN: Thurgauer Veterinäramt: "Keines der Pferde war klinisch krank"

Der Kanton Thurgau hält in einer Mitteilung fest, dass zum Zeitpunkt des Abtransport der Pferde von Ulrich K. keines der Tiere krank gewesen sei. Dass die Tiere im Kompetenzzentrum der Armee von K.s Pferden angesteckt worden sind, sei möglich, aber nicht schlüssig.

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Es sei möglich, aber nicht schlüssig, dass die Pferde von Ulrich K. im Kompetenzzentrum der Armee für einen Druse-Ausbruch gesorgt hätten, schreibt der Kanton Thurgau. (Bild: Keystone)

Es sei möglich, aber nicht schlüssig, dass die Pferde von Ulrich K. im Kompetenzzentrum der Armee für einen Druse-Ausbruch gesorgt hätten, schreibt der Kanton Thurgau. (Bild: Keystone)

Das Thurgauer Veterinäramt soll die Tiere von Ulrich K. der Armee übergeben haben, obwohl man von einem Ausbruch der Drusen-Krankheit auf dem Hof gewusst habe. Das treffe zwar zu, teilt das Thurgauer Veterinäramt nun erneut mit. Doch zum Zeitpunkt der Beschlagnahme sei keines der Tiere an Druse erkrankt gewesen. Die Situation sei so beurteilt worden, dass der Krankheitsausbruch abgeschlossen sei und die Pferde "kein übermässiges Risiko" mehr dargestellt hätten.

Die Tiere seien im Kompetenzzentrum der Armee in Schönbühl während zehn Tagen wiederholt von Veterinären der Armee untersucht worden. Dabei sei keine Infektion mit dem Druse-Erreger festgestellt worden. "Dass in der Zwischenzeit Pferde der Armee mit dem Druse-Erreger infiziert worden sind, lässt zwar die Möglichkeit, aber nicht den Schluss zu, dass die Infektion im Zusammenhang mit den Pferden aus dem Bestand von K. steht", schreibt der Informationsdienst weiter. Durch den Transport und die Präsenz vieler Tierhalter am Verkaufstag sei der Verbreitungsweg des Druse-Erregers nicht schlüssig nachvollziehbar.

Druse sei zudem "weder eine seltene noch schlimme Pferdekrankheit", heisst es in der Mitteilung weiter. Sie sei in Pferdepopulationen weit verbreitet und "im Grund genommen immer vorhanden". Tiere, welche die Krankheit überwunden hätten, seien lange immun dagegen. Es könnten jedoch auch Pferde, welche die Krankheit bereits hinter sich hätten, ohne Symptome Träger des Erregers sein. (pd/jw)