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«Es wurden Erinnerungen an die Terroranschläge geweckt»: Wie ein St.Galler den Brand der Notre-Dame erlebt hat

Fassungslos blickt die Welt nach Paris. Auch Stunden nach dem Brand in der Notre-Dame steht die Stadt nicht still. Einer, der das Inferno beobachtet hat, ist Erich Gmünder. Der St.Galler war auf dem Montmartre-Hügel, als das Feuer in der Kathedrale ausbrach. Auch bei ihm stand sie auf dem Ferienprogramm.
Laura Widmer
Die Rauchsäulen waren von Montmartre aus zu sehen. (Bild: Erich Gmünder)

Die Rauchsäulen waren von Montmartre aus zu sehen. (Bild: Erich Gmünder)

Als das Feuer in der Notre-Dame ausbricht, sind Erich Gmünder und seine Tochter Lena auf dem Sacré-Cœur und geniessen den Blick auf die französische Hauptstadt. Die beiden machen gemeinsam Ferien, seine Tochter feiert am Mittwoch ihren 19. Geburtstag.

«Die Rauchsäulen waren von weither zu sehen, doch wir dachten uns am Anfang nichts dabei. Erst die SMS einer Kollegin meiner Tochter machte uns klar: Das ist die Notre-Dame, die in Flammen steht.»

«Die Einheimischen wurden still»

Die Leute hätten es ganz plötzlich realisiert, sagt Gmünder. «Die Touristen waren aufgeregt und konnten sich kaum vom Spektakel abwenden, die Einheimischen hingegen wurden ganz still.» Viele hätten geweint und sich umarmt.

Gmünder sagt:

«Ich glaube, da wurden auch Erinnerungen an die Terroranschläge geweckt, die sich in den vergangenen Jahren ereignet haben. Etwa die Attentate auf das Bataclan-Theater und nahe des Stade de France im November 2015.»

Ein grosses Gefühl der Verunsicherung sei spürbar gewesen, auf dem Montmartre seien sogar die Feuerwehr und Soldaten stationiert worden.

Erich Gmünder war in Paris, als das Feuer in der Notre-Dame ausbrach. (Bild: Urs Jaudas/2015)

Erich Gmünder war in Paris, als das Feuer in der Notre-Dame ausbrach. (Bild: Urs Jaudas/2015)

«Weniger schlimm als angenommen»

Hoffnung schöpft Gmünder aus den Bildern vom Morgen nach dem grossen Brand. «Das Fundament steht noch, offenbar ist es doch nicht so schlimm wie anfangs angenommen.»

In den vergangenen Stunden sei ihm jedoch deutlich geworden, welchen Stellenwert die Notre-Dame für die Pariser habe.

«Die Kathedrale ist wahrscheinlich das grössere Wahrzeichen als der Eiffelturm. Ihre Geschichte reicht weit zurück.»

Bitter für Gmünder und seine Tochter: Sie wollten sich die Notre-Dame am Dienstag ansehen. «Ich war schon viele Male in Paris, und die Kathedrale stand immer auf dem Programm. Trotz des Brandes werden wir auch diesmal hingehen», sagt er.

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