«Es wird keine Zwei-Klassen- Bildung geben»

Um der Schliessung im Sommer 2012 zu entgehen, prüft Häggenschwil die Zusammenarbeit mit einer Privatschule. Den Eltern sollen dabei keine Mehrkosten entstehen.

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Häggenschwil. Die Ankündigung des Schulratspräsidenten Alan Germann am Informationsabend vom Freitag kam für die rund 300 Anwesenden überraschend. Die Häggenschwiler Oberstufe, die kleinste im Kanton, könnte schon bald eine Privatschule sein (Ausgabe von gestern). Dazu war nebst viel Zustimmung auch Kritisches zu hören. Stichwort Problemkinder in Privatschulen, Schülertourismus, Zwei-Klassen-Bildung. «Ich bin froh um kritische Fragen», sagt Alan Germann. Aufgabe des Schulrats sei es nun, sämtliche Vor- und Nachteile transparent aufzuzeigen.

Eltern haben die Wahl

Die Variante Privatschule müsste breit abgestützt sein: «Damit möglichst viele Einheimische die Schule besuchen.» Und wenn Eltern ihr Kind nicht in eine Privatschule schicken wollen? «Dann haben sie die Möglichkeit, eine öffentliche Schule zu besuchen, etwa in Waldkirch oder Wittenbach.» Eine Zwei-Klassen-Bildung werde es nicht geben, verspricht Germann. Wie beim «Modell Mörschwil» sollen Verträge mit benachbarten Schulen abgeschlossen werden. Dabei zahlt die Gemeinde der Vertragsschule ein kostendeckendes Schulgeld. Ziel sei es, die Rahmenbedingungen so zu schaffen, dass die Privatschule nicht teurer wäre als die öffentliche Schule, so Germann. «Damit für die Eltern keine zusätzlichen Kosten entstehen.»

Gleiche Philosophie

Ein möglicher Partner wäre die SBW. Sie führt Oberstufen in Romanshorn und Herisau, eine Primaria im Osten St. Gallens und die International School am Rosenberg. Die Schule habe Erfahrung im Individualisieren und verfolge einen integrativen Ansatz. Germann: «Dies ist auch die Philosophie von Häggenschwil.» (cor)

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