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«Es haben nicht alle Verständnis für die Strassensperrung» – unterwegs mit dem Slowup-Streckenchef

Um die 30‘000 Menschen fahren jedes Jahr den Rundkurs des Slowup Bodensee ab. Streckenchef Ernst Brüschweiler steht für Notfälle bereit und sorgt dafür, dass alle Helfer verpflegt sind. Nur etwas macht ihm Angst.
Christa Kamm-Sager
(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
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32 Bilder

Mit dem Velo, zu Fuss oder auf den Inlineskates: Rund 30'000 Personen am Slowup Bodensee auf der Strasse

Am Sonntagmorgen um 8 Uhr ist ein wichtiger Fixpunkt an diesem Slowup-Sonntag: Dann lädt Streckenchef Ernst Brüschweiler zum Rapport mit Sanität, Polizei, Tiefbauamt, Verkehrskadetten und Feuerwehr, und dann kann er auch einen Teil der orangen Verpflegungs-Beutel an die Helferinnen und Helfer bringen. 320 dieser Pakete müssen noch vor 10 Uhr an alle Helfer verteilt werden. Zu einem Teil macht das Ernst Brüschweiler selber. Seit acht Jahren ist er Streckenchef des Slowup Bodensee. «Meine Frau hat mir am Samstag geholfen, die Verpflegungssäcke zu füllen.»

Ernst Brüschweiler klärt eine letzte Frage kurz vor der Freigabe des Slowup. (Bilder: Christa Kamm-Sager)

Ernst Brüschweiler klärt eine letzte Frage kurz vor der Freigabe des Slowup. (Bilder: Christa Kamm-Sager)

«Am Abend ist der kritischste Moment»

Vom Bahnhof Neukirch aus strömen die Verkehrskadetten und Sanitäts-Verantwortlichen anschliessend aus an ihre Posten, nicht ohne vorher von Ernst Brüschweiler instruiert zu werden. «Es gilt ein grundsätzliches Fahrverbot auf der Slowup-Strecke, das müssen wir durchsetzen, aber mit Augenmass», sagt er den versammelten Helferinnen und Helfern. «Es gibt immer wieder Anwohner, die kein Verständnis haben für die Strassensperrung, wir müssen das Gespräch mit ihnen suchen und Lösungen finden.»

Ernst Brüschweiler im Gespräch mit Markus Stamm vom kantonalen Tiefbauamt.

Ernst Brüschweiler im Gespräch mit Markus Stamm vom kantonalen Tiefbauamt.

Er ruft nochmals in Erinnerung, dass unter anderem die Spitex-Autos eine Sonderbewilligung haben und dass die Strecke erst ab 18 Uhr wieder für den motorisierten Verkehr freigegeben wird. «Am Abend ist der kritischste Moment: Es ist nicht möglich, die Streckensperrungen überall gleichzeitig aufzuheben.»

Zwei Kantone beteiligt

Es ist eine eingespielte Angelegenheit, diese Slowup-Organisation: Bei der 18. Ausführung gibt es nicht mehr viel Neues, jedes Rädchen greift in das andere. «Und doch bin ich seit April immer wieder am Planen und Organisieren», sagt der ehemalige Polizeipostenchef von Kreuzlingen. Plakate müssen an die neun Gemeinden, die an der Strecke liegen, ausgeliefert werden. Es gibt vermehrt OK-Sitzungen und Genehmigungen vom Kanton für die Strassensperrungen müssen eingeholt werden. «Dass zwei Kantone beteiligt sind, macht es etwas komplizierter.»

8.30 Uhr, der Rapport ist abgeschlossen. Die Verkehrskadetten und Sanitäter begeben sich auf ihre Posten, in einer halben Stunde wird der Rundkurs freigegeben. Ernst Brüschweiler muss nach Steinach. «Ich kontrolliere dort, ob das Spendenkässeli für den Slowup am richtigen Ort aufgestellt wurde.» Die Organisation des Slowup ist aufwendig, allein die Werbung verschlingt eine Unsumme und auch die Verkehrskadetten und andere Profis wollen entschädigt werden. «Wir sind nicht gewinnorientiert, aber Verluste wollen wir auch keine machen. Wenn nur jeder Teilnehmer einen Franken ins Kässeli werfen würde, wäre das schon eine grosse Sache.» Bei 30‘000 Teilnehmern käme eine schöne Summe zusammen.

Fünf Mal je eine Viertelstunde zählen

Ernst Brüschweiler organisiert auch die Zählung der Teilnehmenden. «Es ist unmöglich, genau zu ermitteln, wie viele Velofahrer, Skater und Spaziergänger wirklich am Slowup dabei sind. Alle starten an einem anderen Punkt.» Für die Zählung wird deshalb eine Statistik erstellt: In Stachen, Frasnacht, Steinach, Langgreut und Neukirch wird fünf Mal je eine Viertelstunde gezählt. «So wird ein Durchschnittswert ermittelt.» Man wisse zudem, dass ein Teilnehmer durchschnittlich 24 Kilometer auf dem Rundkurs zurücklege. Eine verantwortliche Person der Kopforganisation des Slowups in Bern führe zusätzlich eine eigene Zählung durch und am Schluss komme man meist etwa auf denselben Wert.

Jede Helferin und jeder Helfer erhält ein Verpflegungspaket vom Streckenchef.

Jede Helferin und jeder Helfer erhält ein Verpflegungspaket vom Streckenchef.

Trotz E-Bikes nicht mehr Unfälle

Um 10 Uhr ist offizieller Start in Romanshorn, der Streckenchef nimmt sich eine halbe Stunde vorher Zeit für eine erste Pause und einen Kaffee. «In den acht Jahren, seit ich im OK dabei bin, ist es abgesehen von Stürzen – einer mit einer schlimmen Kopfverletzung – nie zu einem gravierenden Unfall gekommen.» Auch die massive Zunahme der E-Bikes habe daran nichts geändert. «Die Leute fahren grundsätzlich vorsichtig und rücksichtsvoll.»

Es ist denn auch etwas anderes, das Brüschweiler lieber nicht erleben möchte. Man habe bis jetzt mit wenigen Ausnahmen grosses Wetterglück gehabt für den Megaanlass und er sei jeweils beruhigt, wenn die Meteorologen gutes Wetter vorhersagten. «Mir würde es Angst machen, wenn einmal ein Unwetter über den Anlass hinwegziehen würde. Dann müsste ich überall gleichzeitig sein und mithelfen.»

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