«Es haben alle ihr Bestes geben»: Das SRF-Format «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» gastiert in St. Gallen – diese fünf Personen stellen die Gallusstadt vor

Diese Woche stehen fünf Quartiere der Stadt St.Gallen – St.Otmar, St.Georgen, Heiligkreuz, Winkeln und die Altstadt – im Zentrum des SRF-Vorabendprogramms. In der Sendung «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» stellen eine Bewohnerin und vier Bewohner ihr Quartier vor.

Rosa Schmitz
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Das Format ist einfach, funktioniert und ist beim Vorabendpublikum von SRF beliebt: In «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» stellen sich fünf Personen gegenseitig ihre Lieblingsorte in ihrer Gemeinde vor. Die Originalität des Gebotenen wird von Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Punkten zwischen eins und zehn benotet – und am Freitag wird ein Gewinner gekürt. Diese Woche gastiert «Mini Schwiiz, dini Schwiiz» in der Stadt St.Gallen. Von Montag bis Freitag stellen fünf Personen ihr Quartier vor: St. Otmar, St. Georgen, Heiligkreuz, Winkeln und die Altstadt. Jedes hat seinen eigenen Charme.

Ruedi Büchler zeigte am Montag seine persönlichen Highlights des Quartiers St. Otmar.

Ruedi Büchler zeigte am Montag seine persönlichen Highlights des Quartiers St. Otmar.

Bilder: SRF (Screenshots)

Das Programm startete am Montag mit Ruedi Büchler im St. Otmar-Quartier. Der 67-Jährige wohnt seit 25 Jahren, gemeinsam mit seiner Ehefrau, südlich vom St. Galler Hauptbahnhof. «Das ist meine Heimat», sagt er. «Ich habe hier an der Ruhsitzstrasse ein schönes Leben.» Die vier Gäste Werner Ruppeiner, Laura Planzer, Elvis Bischof und Martin Schregenberger hoffte er mit dem Freizeit-, Musik- und Kulinarik-Angebot des Quartiers zu beeindrucken.

Die Gäste wurden als erstes in die katholische Kirche geführt.

Die Gäste wurden als erstes in die katholische Kirche geführt.

Als erste Station hat sich der achtfache Grossvater die katholische Kirche ausgesucht. Er nennt sie sein zweites Zuhause. «Ich bin hier seit 45 Jahren Mitglied», sagt er. Zwei seiner drei mittlerweile erwachsenen Kinder wurden in St. Otmar getauft. Mit Hilfe des pensionierten Pfarrers Alfons Sonderegger führte Büchler seine Gäste durch das Gebäude und brachte ihnen deren Geschichte bei.

Beim Alphornblasen haben sich alle gut geschlagen.

Beim Alphornblasen haben sich alle gut geschlagen.

Danach ging es musikalisch weiter: Büchler, ein begeisterter Alphornbläser, zeigte den Gästen seine Leidenschaft für das Traditionsinstrument und liess sie es ausprobieren. Der ehemalige Unterhaltsmonteur der SBB sagt:

«Das war der Hammer – in so einer kurzen Zeit mit vier Fremden so schön spielen zu können.»

Von deren Fähigkeiten war er sichtlich beeindruckt.

Zum Abschluss lud er die Gäste zu einem Abstecher nach Bruggen ein. Hier steht sein Lieblings Beck: die Bäckerei-Konditorei Frei. Gemeinsam mit Inhaber Benno Frei backten sie St. Galler Biberli – ein mit einer Mandelmasse gefülltes Honiggebäck, das mit einem Modelsujet versehen ist.

Für seinen Tag kassierte er insgesamt 30 Punkte – dreimal 8 von den Herren und einmal 6 von Laura Planzer.

Werner Ruppeiner hoffte die Gäste mit Kulinarik, Tradition und Musik von St.Georgen zu überzeugen.

Werner Ruppeiner hoffte die Gäste mit Kulinarik, Tradition und Musik von St.Georgen zu überzeugen.

Am Dienstag ging es in der Sendung weiter mit dem ehemaligen CVP-Stadtparlamentarier Werner Ruppeiner. Der 59-Jährige ist gebürtiger St.Geörgler. Den Ort beschreibt er als «nah an der Natur und doch mitten in der Stadt». Er ist stolz darauf, in diesem «Dörfli» zu leben:

«St.Georgen ist mein Herzensort, weil ich da aufgewachsen bin und da meine Wurzeln habe.»

Der dreifache Vater bringt sich selber als Vorstandsmitglied im Quartierverein ins Ortsleben ein. Die Gäste hoffte er mit Kulinarik, Tradition und Musik zu überzeugen – natürlich samt Abstecher auf die Drei Weieren.

Vor allem ihre selbstgemachten Bürli genossen die Gäste.

Vor allem ihre selbstgemachten Bürli genossen die Gäste.

Als erste Station wählte der Bäcker- und Konditormeister seinen eigenen Dorfbeck an der St.Georgen-Strasse 58 aus. 25 Jahre hat er den Standort geführt. Seit Ende April arbeitet er nicht mehr als Inhaber, sondern als Angestellter im Betrieb. Hier konnten die Gäste gemeinsam St.Galler Handbürli backen. «Wenn man über St.Gallen redet, redet man immer auch über die Bratwurst», sagt Ruppeiner. Für ihn sei das Brot dazu – aus Mehl, Wasser, Hefe, Salz sehr wichtig. «Es vervollständigt die Speise.»

Für die zweite Station brachte Ruppeiner die Gruppe zum Industriepfad. Viele Menschen wissen nämlich nicht, dass St. Georgen eine Industrievergangenheit hat, erklärt er. Um die Geschichte des Dörflis besser zu erzählen, lud er seinen Vater Konrad ein – ein «Zeitzeuge», der früher in einer Schlosserei arbeitete.

Später durften die Gäste an einer Probe des Adhoc Chors teilnehmen.

Später durften die Gäste an einer Probe des Adhoc Chors teilnehmen.

Als letztes führte er die Gäste zum Gemeindehaus der Evangelischen Kirche. Hier ist er seit zehn Jahren Mitglied im Adhoc Chor – einer bunt zusammengewürfelten Gruppe aus Hobbysängerinnen und -sängern. Dort singt er, wie er schmunzelt, «nicht so gut, aber mit Leidenschaft» mit. Die Gäste konnten an einer Probe teilnehmen.

Für seinen Tag kassierte Ruppeiner insgesamt 36 Punkte – einmal 8, zweimal 9 und einmal 10. Damit hat er im Moment die Nase vorn.

Elvis Bischof, in Heiligkreuz zu Hause, ist am Mittwoch dran.

Elvis Bischof, in Heiligkreuz zu Hause, ist am Mittwoch dran.

Am Mittwochabend führt Elvis Bischof durchs Heiligkreuz im Nordosten der Stadt. Ihn verbinden viele Erinnerungen aus seiner Kindheit mit diesem Quartier. Und auch heute verbringt der 40-jährige Familienvater seine Freizeit gerne dort, beim Jodeln, Fussballspielen oder Pilze sammeln. In der Sendung zu sehen ist natürlich auch die legendäre Boccia-Halle im Espenmoos.

Am Donnerstagabend wird Laura Planzer durch Winkeln führen.

Am Donnerstagabend wird Laura Planzer durch Winkeln führen.

Am Donnerstag zeigt die 39-jährige Fitness- und Spielgruppenleiterin Laura Planzer Höhepunkte des Quartiers Winkeln. Und am Freitagabend führt Martin Schregenberger durch die St.Galler Altstadt. «Ich konnte natürlich nicht alles abdecken, was mir am Herzen liegt – aber zumindest ein paar Orte vorstellen, die nicht jedermann kennt», sagt er. Der 72-Jährige ist Präsident des Quartiervereins Rosenberg, Architekt und ehemaliger Mitarbeiter der städtischen Denkmalpflege.

Martin Schregenberger schliesst die Woche mit einem Rundgang durch die St. Galler Altstadt ab.

Martin Schregenberger schliesst die Woche mit einem Rundgang durch die St. Galler Altstadt ab.

Die gemeinsame Arbeit mit Büchler, Ruppeiner, Planzer und Bischof habe er sehr genossen:

«Für mich hätte es keinen Gewinner geben müssen. Es haben alle ihr Bestes geben und Seiten von ihrem Quartier gezeigt, die keiner so kennt. Ich bin tief beeindruckt.»

Noch bis Freitag im TV zu sehen

«Mini Schwiz - Dini Schwiz: St.Galler Quartiere»: Erstausstrahlung diese Woche täglich, 18.15 bis 18.40 Uhr, auf SRF1. Oder als Wiederholung im Laufe der Nacht auf SRF1 und ständig im Internet.