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«Es gibt keinen Grund für Optimismus» - Feuerwerks-Händler klagt über Millionenverlust wegen Feuerverbot

Die Firma Bugano aus Neudorf beliefert die Migros mit Feuerwerk. Weil diese in der Ostschweiz auf den Verkauf verzichtet, entstehen der Firma Millioneneinbussen. Toni Bussmann, Inhaber und Geschäftsführer, spricht von einem schweren Schlag für seine Firma.
Beni Hofstetter
In vielen Kantonen gilt absolutes Feuerverbot. Deshalb verzichtet beispielsweise die Migros Ostschweiz auf den Verkauf von Feuerwerk. (Bild: Archiv)

In vielen Kantonen gilt absolutes Feuerverbot. Deshalb verzichtet beispielsweise die Migros Ostschweiz auf den Verkauf von Feuerwerk. (Bild: Archiv)

Herr Bussmann, die Migros Ostschweiz wird kein Feuerwerk verkaufen.

Toni Bussmann: Das ist ein schwerer Schlag für uns. Noch gibt es ja kein Verbot. Vielleicht war der Entscheid der Migros ein bisschen voreilig. Aber wir müssen das akzeptieren.

Haben die Kantone mit dem Feuerverbot überreagiert?

Nein, gegen die Natur kann man nichts machen.

Was bedeutet der Entscheid der Migros für Ihre Firma finanziell?

Wir werden gesamtschweizerisch riesige Einbussen haben. Das Verbot gibt es ja nicht nur in der Ostschweiz. Auch im Tessin, im Wallis und anderen Kantonen. Für uns entsteht wahrscheinlich ein Millionenverlust.

Kann man sich dagegen versichern?

Nein, da sind wir machtlos.

Haben Sie nun mehr Arbeit wegen der schwierigen Situation?

Der Alltag läuft für uns weiter. Wir überlegen uns jetzt einfach bei jedem Bestellformular, ob wir überhaupt liefern sollen. Kommt die Ware zurück, gibt es sehr viel mehr Arbeit.

Stornieren Ihre Abnehmer die Bestellungen?

Das nicht. Aber sie dürfen das Feuerwerk nicht behalten. Wir sind verpflichtet, es zurückzunehmen. Wegen des Sprengstoffgesetzes dürfen es Kunden nicht selber einlagern. Das ist ein grösserer Aufwand für uns - und kostet dementsprechend.

Hoffen Sie nun auf Dauerregen?

Der wird nicht kommen. Es gibt keinen Grund für Optimismus. Die Wetterprognosen sind klar: Vereinzelt gibt es Gewitter, aber vor allem in der Westschweiz, wo die Situation eh schon besser aussieht.

Migros und Coop verzichten in der Ostschweiz auf den Verkauf von Feuerwerk

In den Ostschweizer Kantonen mit Ausnahme von Appenzell Innerrhoden gilt im Wald und in Waldesnähe ein Feuerverbot. In einzelnen Gemeinden darf sogar nirgends Feuer gemacht oder Feuerwerk in die Luft geballert werden.

Wer trotzdem ein paar Raketen und Vulkane kaufen will, wird zumindest in der Migros nicht fündig: «Dieses Jahr verzichten wir auf den Verkauf von Feuerwerk», sagt Nico Canori, Mediensprecher der Migros Ostschweiz. Canori: «Es ist nicht davon auszugehen, dass sich am Feuerverbot in den nächsten Tagen etwas ändert. Wir dürften zwar Feuerwerk verkaufen, nehmen aber auf das Verbot Rücksicht. Die Sicherheit hat Vorrang.»

Bereits Anfang Woche hat Coop entschieden, in Graubünden und im Fürstentum Liechtenstein keinen Feuerwerksverkauf durchzuführen. Weil es weiterhin trocken bleibt, habe Coop entschieden, in der ganzen Region Ostschweiz auf den Verkauf zu verzichten. «Mit diesem Entscheid will Coop einen Beitrag leisten, um mögliche Schäden durch Feuer beziehungsweise Feuerwerk zu vermeiden», heisst es.

Wie Aldi Suisse am Donnerstagnachmittag mitteilt, verzichtet Aldi ab Samstag in den Filialen im Tessin und im Wallis ebenfalls auf den Verkauf von Feuerwerk, da in den betroffenen Regionen absolutes Feuerverbot gelte. (red.)

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