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Nach Pyroattacke in Rapperswil:
Es fehlen die Filmaufnahmen

Trotz der Pyroattacke beim Challenge-League-Match scheut sich der FC Rapperswil-Jona vor einer Videoüberwachung der Spiele. Bei der Kantonspolizei St. Gallen fahndet man derweil nach den Tätern.
Jérôme Stern
Aarauer Fans haben im Grünfeld-Stadion während der Partie gegen Rapperswil-Jona mehrmals mit Pyrofackeln Spielunterbrüche provoziert.Bild: Manuela Matt

Aarauer Fans haben im Grünfeld-Stadion während der Partie gegen Rapperswil-Jona mehrmals mit Pyrofackeln Spielunterbrüche provoziert.Bild: Manuela Matt

Gewaltbereite Fans bringen die Challenge League in die Negativschlagzeilen: Beim Match zwischen dem FC Rapperswil-Jona und dem FC Aarau letzten Donnerstag gefährdeten Pyrofackeln und Knallkörper Polizisten wie Zuschauer.

Laut dem Sprecher der St. Galler Kantonspolizei, Hanspeter Krüsi, steht einer der im Stadion Grünfeld verletzten Polizisten mittlerweile wieder im Dienst. Wer die Knallkörper geworfen hat, sei derzeit Gegenstand von Abklärungen. Krüsi betont, dass hierzu Videoaufnahmen hilfreich wären, allerdings gebe es beim Stadion keine Videoüberwachung, wie in den meisten Stadien in der Challenge League. Zudem ist die Installation einer Kameraüberwachung aufwendig und teuer. Hinzu kommt noch, dass sie aus datenschützerischen Gründen heikel ist.

Krüsi: «In der Fanszene deckt man sich»

«Die Chance, die Täter ohne Filmaufnahmen zu ermitteln, ist klein», mutmasst Kapo-Sprecher Krüsi. «In der Fanszene deckt man sich. Wer auch immer die Pyros geworfen hat, wird kaum verpfiffen.» Die Ermittlungsarbeiten würden derzeit gemeinsam mit der Kantonspolizei Aarau vorangetrieben. «Es muss das Ziel aller Vereine und Zuschauer sein, dass man ohne Angst an Fussballspiele gehen kann. Spiele und Gewalt passen nicht zusammen.»

Völlig überrascht zeigt sich der Vizepräsident des FC Rapperswil-Jona, Daniel Comolli, angesichts der Vorfälle. Bei den bisherigen 16 Spielen der Saison habe man nie Probleme mit der Sicherheit gehabt, betont er. Die Überraschung sei umso grösser, als sein Verein heuer schon mal ohne Zwischenfälle gegen die Aar­auer Mannschaft gespielt habe. «Wir konnten nicht ahnen, dass es dieses Mal anders kommt», betont Comolli. Er bezweifelt, dass eine Videoüberwachung in diesem oder ähnlichen Fällen helfen könnte: «Weil sich die Fangruppen sehr gut organisieren, sind die Täter auf Videoaufnahmen kaum auszumachen. Sie verstecken sich in der Menge und tauchen nach einer Aktion blitzschnell ab.»

Das Sicherheitsdispositiv kritischer anschauen

Für ihn wäre es traurig, wenn Challenge-League-Vereine in ihren Stadien Videoüberwachungen einführen müssten. Befürchtet er, dass deswegen die Unterstützung in der Stadt für den Ausbau des Stadions inklusive neuer Beleuchtung schwindet? «Ich hoffe nicht. Aber Leute, die uns gegenüber negativ eingestellt sind, werden die Sache ausschlachten.» Hinsichtlich der Partie Rapperswil-Jona gegen Neuenburg Xamax diesen Freitag werde man das Sicherheitsdispositiv kritischer anschauen.

Der Kommunikationschef der Swiss Football League, Philippe Guggisberg, verurteilt die Vorfälle in Rapperswil-Jona scharf: «Den Wurf von Pyros gegen Menschen werden wir streng ahnden.» Man werde den Rapport des zuständigen Richters für Sicherheitswesen genau anschauen. Ebenso erwarte die Football League eine Stellungnahme beider Vereine. Eine generelle Videoüberwachung in der Challenge League würde bei einigen Vereinen erhebliche technische und bauliche Massnahmen erfordern. «Da stellt sich die Frage von Aufwand und Ertrag», sagt Guggisberg.

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