Es bleibt bei den 15 Jahren

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«Kein strafbares Verhalten»: Bundesgericht in Lausanne (Bild: Christian Brun/Keystone)

«Kein strafbares Verhalten»: Bundesgericht in Lausanne (Bild: Christian Brun/Keystone)

Berufung An der Tat gab es nichts zu deuteln. Auch nicht am Täter. Das Kreisgericht Rorschach verurteilte den Täter von Untereggen im Frühling 2015 zu einer Freiheitsstrafe von 15 Jahren – wegen vorsätzlicher Tötung. Anklage und Verteidigung sahen das anders. So kam es, dass der Mann vor einem Jahr erneut vor Gericht stand. Vor Kantonsgericht äusserten dann alle Seiten Kritik am psychiatrischen Gutachten über den Mann. Das Kantonsgericht fällte denn auch kein Urteil, es forderte vielmehr ein neues Gutachten. Wenige Wochen später war dieses hinfällig: Der Beschuldigte wie auch die Staatsanwaltschaft hatten ihre Berufungen zurückgezogen. Es blieb somit beim erstinstanzlichen Urteil und den 15 Jahren. Der Mann sitzt seit März 2012 im vorzeitigen Strafvollzug; er hat damit bereits einen Drittel seiner Strafe verbüsst – bei guter Führung mehr. (rw)