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Erpresserische E-Mails und Hackerangriffe

Politiker im Kampf gegen die Cyberkriminalität.
Janina Gehrig
Der St. Galler Sicherheitspolitiker Marcel Dobler kritisiert das Vorgehen des Bundesrats. (Bild: PD)

Der St. Galler Sicherheitspolitiker Marcel Dobler kritisiert das Vorgehen des Bundesrats. (Bild: PD)

Nachdem erpresserische E-Mails auch Nationalräte erreicht haben, sagen mehrere Politiker der Cyberkriminalität den Kampf an. Der St. Galler FDP-Nationalrat und Präsident des IT-Dachverbands ICT Switzerland, Marcel Dobler, beschäftigt sich seit Jahren mit dem Thema.

Zusammen mit Balthasar Glättli (Grüne, Zürich) und Hans Grüter (SVP, Luzern) hat er einen von der Sicherheitspolitischen Kommission einstimmig angenommenen Brief an Bundesrat Alain Berset formuliert. Darin fordert er unverzüglich personelle und finanzielle Ressourcen für die Cybersicherheit.

«Seit Jahren schiebt der Bundesrat das Thema vor sich her»,

sagt Dobler. Es gebe derzeit weder Minimalstandards für KMU, um sich etwa gegen Hackerangriffe zu wehren, noch eine nationale Datenbank, die eine Übersicht zu den Fällen zulassen würde.

«Der Austausch zwischen den Kantonen muss verbessert werden. Auch wäre eine nationale Meldepflicht bei Cyberangriffen für sehr kritische Infrastrukturen, etwa Grosskraftwerke, wichtig», sagt Dobler.

Vorgesehen ist, dass Bundesanwaltschaft, das Fedpol sowie die kantonalen Polizeikorps und Staatsanwaltschaften anhand einer neuen Plattform gemeinsame Informationen bereitstellen. Drei regionale Cybercrime-Zentren sollen zudem die Kantone bei der Ermittlung entlasten.

Derzeit liegt die Bekämpfung der Internetkriminalität bei den jeweiligen Kantonen. Die Komplexität der virtuellen Erpressungen und betrügerischen Transaktionen nehme zu, sagt Florian Schneider, Mediensprecher der Kantonspolizei St. Gallen.

Allein im Verlaufe dieses Jahres seien über 300 Fälle von Betrug gemeldet worden, zudem 15 Fälle von Erpressung, die über digitale Kommunikationskanäle erfolgt sind. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um sogenannte «Sextor­tion»-Fälle (Erpressungen mit Sexfilmen). Um Cyberkriminalität im Kanton St. Gallen gezielter zu bekämpfen, haben Staatsanwaltschaft und Polizei vor einem Jahr ein Projekt zum Aufbau einer Cyber-Unit unter gemeinsamem Dach lanciert.

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