Sommer
Badi-Perlen der Ostschweiz: Öffnungszeiten, Schutzmassnahmen und Besonderheiten in unserer Übersichtskarte

In den Ostschweizer Badis herrscht wieder Betrieb. Um Maskenabdrücke muss man beim Sonne tanken nicht bangen. Unsere Übersichtskarte zeigt, wann die Badis öffnen und was die aktuellen Schutzmassnahmen sind.

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(red) Der Sommer naht. Es ist die zweite aussergewöhnliche Badesaison in Folge. Die Badis werden auch bei schönstem Wetter nie so rappelvoll sein, wie an heissen Tagen in vergangenen Jahren. Denn Corona sorgt bei Sonnenanbetern und Hobby-Schwimmern nach wie vor für einige Einschränkungen.

Wie alle anderen Institutionen müssen sich auch die Badis an die Coronaregel «eine Person pro zehn Quadratmeter» halten. Folglich ist die Anzahl Personen in den Anlagen und Schwimmbecken begrenzt. Während an Land Abstand zueinander gehalten werden sollte, darf zumindest im Wasser frei herumgetollt werden.

Ein erfrischendes Glacé, die grosszügige Portion Pommes - für viele Badibesucher unverzichtbar. Doch auch die Verköstigung mit Lebensmitteln oder Getränken unterliegt den Anforderungen der aktuellen COVID-19-Verordnung. Die Gastronomie in den Badebetrieben erfolgt daher via Take-Away oder sitzend an den Tischen mit Erhebung der Kontaktdaten.

Die Badis setzen auf Eigenverantwortung

Doch wie gehen die Schwimmbäder mit den strengeren Vorgaben um? Das Freibad Gossau hat seine Tore seit dem 1. Mai geöffnet. Gemäss den Vorgaben des Bundes kann die Badi bis zu 1500 Gäste empfangen. Die Gästezahl wird dabei stetig durch Ein- und Austrittskontrollen am Eingang erfasst und ist auf der Website der Stadt ersichtlich.

Natürlich gelte es auf der gesamten Anlage die Distanzregeln einzuhalten, sagt Bruno Wessner, Leiter des Facility Managements. Da man auf die Eigenverantwortung der Besucher zähle, seien alle Bereiche der Badi zugänglich - so auch die Rutschen und Sprungtürme. Sofern notwendig, seien die Mitarbeiter vor Ort angehalten, die Gäste auf die Schutzmassnahmen aufmerksam zu machen.

Im Verlauf der Badesaison erhofft man sich, ähnlich wie letztes Jahr, mindestens 45'000 Besucher:

«Die Badesaison 2020 ist sehr gut verlaufen, es herrschte eine gute Stimmung. Die Badegäste waren froh, dass die Badi geöffnet war.»

Trotz Einschränkungen ein Stück Normalität

Auch das Strandbad Buchhorn in Arbon begrüsst seit Anfang Mai wieder Sonnenhungrige und Wasserratten. Bei einer Fläche von 8500 Quadratmeter dürfen allerdings nur 800 Personen eingelassen werden. Der Profit stehe nicht im Vordergrund, sagt Markus Rosenberger, Abteilungsleiter Freizeit/Sport/Liegenschaften der Stadt Arbon:

«Wir wollen der Bevölkerung die Möglichkeit bieten, einen nächsten Schritt in eine neue Normalität zu tätigen.»

Den vollumfänglichen Badespass kann man leider noch nicht geniessen. So entschied man sich gegen das Anbringen des Volleyball-Netzes und auch die Flosse im See fehlen.

Die Rutschbahn und der Sprungturm im knapp eineinhalb Kilometer entfernten Schwimmbad Arbon sind wiederum mit Personenbegrenzung geöffnet. Hinweise auf das Schutzkonzept seien in allen Bädern gut sichtbar angebracht, so dass auf die Eigenverantwortung der maximal 1800 Besucher appelliert werde. Durch die Erfahrung mit den laufend wechselnden Massnahmen im Jahr 2020 seien die Mitarbeitenden zudem bestens für die diesjährige Saison vorbereitet.

«Die vergangene Saison lief trotz Schutzmassnahmen und Einschränkungen sehr geordnet ab.»

Die Situation werde bis zu den Sommerferien laufend neu beurteilt und die Massnahmen entsprechend angepasst.

Mit Maske in die Badi?

Letzten Sommer galt mit Ausnahme des öffentlichen Verkehrs noch keine Maskenpflicht. Entsprechend gross war die Empörung der Badebetriebe, als es hiess: «Masken auf bis an den Beckenrand!». In seiner neuesten Konsultation an die Kantone schrieb das Bundesamt für Gesundheit, es solle für Badeanstalten «die Möglichkeit geschaffen werden, für gewisse Teile des Aussenbereichs wie zum Beispiel den Badebereich oder die Liegewiesen in ihren Schutzkonzepten Ausnahmen von der Maskenpflicht vorzusehen.» Der Vorschlag wurde einstimmig von den Kantonen St.Gallen, Thurgau, Appenzell Ausserrhoden, sowie Innerrhoden befürwortet. Einzig in Innenräumen und überall dort, wo Abstände nicht eingehalten werden können, ist die Maske weiterhin obligatorisch.


Ostschweizer Badis in der Winterpause – einige Impressionen von unserem Fotografen Tobias Garcia:

21 Bilder

Bild: Tobias Garcia (Arbon, 5. März 2021)