Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Im Familiendrama von Grabs liegen gemäss St. Galler Staatsanwaltschaft noch keine neuen Erkenntnisse vor. Die Familie war in Widnau wohnhaft, berichtete gestern Tele Ostschweiz.

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GRABS. Ob die beiden Mädchen durch das Feuer umkamen oder ob der Vater seine Töchter zuerst tötete und erst dann das Auto in Brand setzte, ist weiterhin unklar. Die Abklärungen zur Todesursache stehen derzeit im Vordergrund, wie Natalie Häusler, Mediensprecherin der St. Galler Staatsanwaltschaft, gestern auf Anfrage sagte. Hintergründe zur Tat gibt die Staatsanwaltschaft noch keine bekannt. «Sobald wir mehr wissen, werden wir informieren.» Die Ermittlungen werden gemäss Häusler aber noch eine Weile dauern.

Familie war in Widnau wohnhaft

Wie Recherchen von Tele Ostschweiz ergaben, war die Familie in Widnau wohnhaft. Bekannte des Täters vermuten, dass die Trennung des Vaters von der Mutter der beiden Mädchen der Auslöser für die Tat gewesen sein könnte. Die Mutter war vor einigen Monaten mit den Töchtern aus dem gemeinsamen Haus ausgezogen. Ein Bekannter aus Widnau hatte daraufhin beobachtet, wie der Mann vor etwas mehr als einer Woche ebenfalls ausgezogen war.

Nicht speziell aufgefallen

Offensichtlich war der Mann vor seiner Tat nicht speziell aufgefallen. Während einem Restaurantbesuch am Samstag habe sich der 44-Jährige «wie immer verhalten», sagte ein Bekannter. Und auch an einem Fussballspiel, das der ehemalige Junioren-Fussballtrainer am vergangenen Freitag mit einem Kollegen besucht hatte, habe er «wie sonst gewirkt».

Der Mann war in der Schweiz nicht vorbestraft. Allerdings war er der Polizei bekannt. Die Staatsanwaltschaft hatte gegen ihn ermittelt. Das Strafverfahren stand aber nicht in Zusammenhang mit dem vorliegenden Delikt. (law)