Erbprinz Alois verlangt Reformen der Sozialsysteme

VADUZ. In seiner Thronrede zur Eröffnung des Landtags hat Erbprinz Alois von Liechtenstein mit Reformen der Sozialsysteme beschäftigt. Die Landtagseröffnung fand rund einen Monat früher als üblich statt, was auf wichtige parlamentarische Arbeiten in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode hinweist.

Günther Meier
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VADUZ. In seiner Thronrede zur Eröffnung des Landtags hat Erbprinz Alois von Liechtenstein mit Reformen der Sozialsysteme beschäftigt. Die Landtagseröffnung fand rund einen Monat früher als üblich statt, was auf wichtige parlamentarische Arbeiten in der zweiten Hälfte der Legislaturperiode hinweist.

«Wichtig für sozialen Ausgleich»

Die Kosten für die Sozialversicherungen zählten zu den am stärksten wachsenden Staatsausgaben, sagte Alois und erwähnte die damit steigenden Lohnnebenkosten für die Betriebe, die mit der Freigabe des Wechselkurses Franken/Euro durch die Nationalbank vor zusätzliche Herausforderungen gestellt würden.

Die Sozialsysteme hätten eine wichtige Funktion für die Vorsorge und den sozialen Ausgleich. An den heutigen Verantwortungsträgern liege es, «diese wertvollen Errungenschaften für künftige Generationen zu erhalten».

Unterdeckung verhindern

Mit der Finanzierung des Gesundheitswesens sprach der Erbprinz ein weiteres Reformprojekt an. Um künftig Finanzierungsprobleme zu vermeiden, forderte Alois ein Nachdenken über die Pflegekosten für die ältere Generation.

Die mit hohen Kosten verbundene Sanierung der Pensionsversicherung für die Staatsangestellten nahm Erbprinz Alois zum Anlass, um vor ähnlichen Problemen bei den privaten Pensionskassen zu warnen. Weil der Anteil der zweiten Säule bei der Altersvorsorge zunehmend mehr Bedeutung erhalte, sei durch entsprechende Regelungen eine Unterversorgung dieser Kassen zu verhindern.