Erb scheitert vor Bundesgericht

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Urteil Rolf Erb muss seine Freiheitsstrafe von sieben Jahren trotz akuter Suizidgefahr antreten. Das Bundesgericht hat eine Beschwerde des Verurteilten abgewiesen. Die Lausanner Richter sind in ihrem am Donnerstag publizierten Urteil zum Schluss gekommen, dass das bereits bestehende Gutachten keine Mängel aufweise. Es dürfe nicht dazu kommen, dass eine Selbstgefährdung zu einem gängigen letzten Verteidigungsmittel von Verurteilten und deren Anwälten werde. Erb war der letzte Konzernchef der Winterthurer Erb-Gruppe, die 2003 Konkurs ging. Der Fall gilt als zweitgrösste Firmenpleite der Schweizer Geschichte. Der Schaden soll sich auf mehrere Milliarden belaufen. Erb wurde im Januar 2014 wegen diverser Delikte verurteilt. (sda)

Urteil 6B_336/2017