Erb muss Schloss verlassen

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Konkurs Der Bundesgerichtsentscheid vom 9. Februar hat die Sachlage geklärt: Rolf Erb und seine Familie haben keine Ansprüche auf Schloss Eugensberg. Die Verkäufe der Liegenschaften aus der Konkursmasse in den Kantonen Thurgau und Zürich können beginnen. Erb müsse mit seiner Familie definitiv auf den 1. Mai 2017 aus Schloss Eugensberg in der Thurgauer Gemeinde Salenstein ausziehen. Das geht aus einem gemeinsamen Communiqué des Thurgauer Konkursamtes und der Rechtsvertreter der Gläubiger hervor, das gestern veröffentlicht wurde. Sollte sich die Familie dem widersetzen, werde der Auszug «mit Hilfe der Polizei durchgesetzt».

Damit beginnt die Verwertung der Liegenschaften: «Ein erfahrener Makler mit internationalem Netzwerk» werde mit dem Verkauf von Schloss Eugensberg beauftragt, heisst es in der Mitteilung. Zum Besitz gehören ein Badehaus am Untersee, ein Gutsbetrieb sowie Wald und landwirtschaftliche Grundstücke. Diese Liegenschaften sollen auf dem Markt angeboten werden, obwohl es eine Liste mit Interessenten gebe. Für das Inventar des Schlosses sei ein separater Verkauf vorgesehen, sobald klar ist, was der Käufer des Schlosses übernehme. Auch für die zwölf Oldtimer und die Villa Wolfensberg in Winterthur sollen Offerten eingeholt werden. Bei den Schlosshof Immobilien AG, zu denen das Zentrum Töss und zahlreiche Mehrfamilienhäuser gehören, wird ein gesamthafter Verkauf geprüft. Einige Gerichtsverfahren sind noch hängig. (sda)